Robotik

Automatisierte Fertigung von Solarstrom-Modulen

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Voll automatisch setzen Roboter auch die Anschlussdose und verkleben diese mit dem Modul. High-Tech demonstriert Reis Robotics nochmals beim präzisen Biegen der jeweils vier Anschlusskontakte. Vier Kontakte sind es deshalb, weil eine Bypass-Diode bei Teilbeschattung einzelne Doppelstrings abschaltet, um eine Erwärmung zu vermeiden, die dadurch entstehen würde, dass die nicht leistenden Zellen einen elektrischen Widerstand im Verbund darstellen. Erneut steuert digitale Bildverarbeitung Bewegung und Zugriff der Biegezangen am Roboter.

Für eine dauerhaft sichere elektrische Verbindung werden die Anschlusskontakte vom Roboter mit der Anschlussdose verschweißt und nicht verlötet. In der Modulrahmung arbeiten drei Roboter. Sie führen die Rahmenteile zusammen und verpressen sie an den Ecken – ähnlich wie bei Bilderrahmen aus Alu. Am Ende entgratet ein Roboter die Ecken, um das Verletzungsrisiko bei der späteren Montage zu minimieren.

Eine der letzten Stationen bei der Entstehung eines Moduls der Solar-Fabrik ist der so genannte Flasher. Hier wird jedes einzelne Modul mit Licht bestrahlt, das dem Sonnenlicht sehr ähnlich ist. Die Station klassifiziert in der Folge die Module nach Leistungsklassen. Diese wird unabänderlich auf jedem Modul vermerkt und zusammen mit anderen Produktdaten dokumentiert. Sicherheits- und Hochspannungstests bilden den Abschluss der Testläufe.

Roboter setzen Solarmodule auf Spezialpalette

Zum letzten Mal greifen Roboter von Reis am Ende der Fertigung zu. Sie setzen jeweils 20 Module der gleichen Leistungsklasse auf eine Spezialpalette. Diese gelangt dann in ein automatisches Hochregallager, von wo aus die Produkte zu den Kunden geliefert werden.

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