Teilereinigung Automatisierte Zwischenreinigung mit einfacher Gerätetechnik

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Die Niederdruck-Reinigung mit Heißwasser findet man nicht nur bei mobilen Geräten. Sie wird auch als stationäre, automatische Zwischenreinigung in Fertigungslinien angewandt, wie sich

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Die Niederdruck-Reinigung mit Heißwasser findet man nicht nur bei mobilen Geräten. Sie wird auch als stationäre, automatische Zwischenreinigung in Fertigungslinien angewandt, wie sich anhand einer Geräteintegration zeigen lässt. Vorteile werden in der einfachen Gerätetechnik, dem geringen Platzbedarf und überschaubaren Investitionsvolumen gesehen.

Die Forderung nach einem hohen Automatisierungsgrad in der industriellen Teilereinigung zwingt nicht unbedingt zur Anwendung komplexer Anlagen mit großem Investitionsbedarf. In Einzelfällen kann eine automatische Teilereinigung auch auf recht einfache Weise erreicht werden. Das lässt sich anhand des modifizierten Niederdruck-Heißwasser-Reinigungsgeräts 1000 SRE des Herstellers Schickert, Fellbach bei Stuttgart, zeigen. Damit werden seit kurzem beim Automobilbauer Porsche etwa 2000 Motorenteile am Tag zwischen einzelnen Bearbeitungsgängen gereinigt.

Zur Sauberkeit, Stückzahl und automatisierten Reinigung sind eingeschränkte Platzverhältnisse als weitere Bedingung dazugekommen. Basis für die Konstruktion war daher eine sehr kompakte Bauweise. So wurde das modifizierte Niederdruck- Heißwasser-Reinigungsgerät eingebettet in eine einfache Transporteinrichtung mit entsprechender Ansteuerung.

Die Werkstücke kommen auf einem Transporträger aus der Vorfertigung zur Teilereinigung. Ohne Umspannen gelangen sie in die Reinigungsstation. Von dort aus werden die Werkstücke dann direkt in die nachgelagerte Bearbeitungsstation transportiert.

Spritzdruck bei 3 bar pro Düse

Zur Reinigung wird das Heißwasser mit 2/min bei einem Pumpendruck von 8 bar im Kreislauf gehalten. Das sorgt laut Schickert für eine hohe Reinigungsleistung. Sie wird auf mehrere Düsen verteilt – und damit der Spritzdruck auf etwa 3 bar pro Düse herabgesetzt. Dadurch kommt es zu keinen Rückspritzeffekten, weshalb keine geschlossene Umhausung erforderlich ist.

Das verschmutzte Wasser wird in einer unterbauten Edelstahlwanne aufgefangen und über ein dreistufiges Filtersystem gesäubert. Danach strömt es zurück in den Tank des Reinigungsgerätes. Somit ist der Wasserkreislauf geschlossen. Die geschlossene Umflaufautomatik mit Schmutzwasserfilterung senkt laut Schickert den Wasserverbrauch und erhöht die Wirtschaftlichkeit. Die Ansteuerung des jeweiligen Reinigungsschrittes erfolgt nach Angaben des Geräteherstellers über einfache Regelungstechnik.

Diese Anwendung ist für Schickert eine Demonstration, dass die Niederdruck-Heißwasser-Geräte zur stationären, automatischen Zwischenreinigung in Fertigungslinien geeignet sind – und nicht nur für mobile Anwendungen, die es zahlreich in der industriellen Fertigung gibt: zum Beispiel in der Kleinserienfertigung (manuelle Reinigung), bei Großbauteilen, bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten.MM

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