Gefügeanalysen
Automatisiertes Schleifen und Polieren von Metallproben

Ein Gastbeitrag von Wolfram Schütz 5 min Lesedauer

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Bei der Metallografie werden Metallproben aufwendig präpariert und ihre Mikrostruktur bei der Gefügeanalyse betrachtet. Dabei kann eine Schleif- und Poliermaschine die Probenpräparation nicht nur automatisieren.

Magazin Probenhalter(Bild:  Schütz+Licht Prüftechnik GmbH)
Magazin Probenhalter
(Bild: Schütz+Licht Prüftechnik GmbH)

Im Stahlwerk ist ein Temperatursensor defekt, die Temperatur im Ofen zu niedrig und die Wärmebehandlung des Materials nicht korrekt. Das Gefüge des Metalls ist damit fehlerhaft, obwohl das Vormaterial in Ordnung war. Das Problem bleibt unentdeckt, die Bauteile bestehen die Sichtprüfung und werden in die Federungssysteme von Fahrzeugen eingebaut. Erst Monate später treten Risse auf: Die Folge sind zehntausende Rückrufe, ein angeschlagenes Image des Herstellers und massive Kosten. Um ein solches Szenario zu vermeiden, werden alle Prozessschritte der Metallherstellung kontrolliert, da jede Verarbeitungsstufe potenziell Fehler verursachen kann.

Der Lieferant muss die Qualitätssicherung nachweisen, etwa im Rahmen von Audits. Die Qualitätsprüfung von Metallen beinhaltet dabei nicht nur Zerreiß- und Zugprüfungen; mit der Metallografie (Gefügeanalyse) wird nachgewiesen, dass die kristalline Grundstruktur des Materials nach unterschiedlichen Fertigungsschritten den Anforderungen entspricht oder ob eben eine fehlerhafte Wärmebehandlung dazu geführt hat, dass unerwünschte Änderungen aufgetreten sind.