Automatisierung
Baustahlmatten automatisch in Form gebracht

Ein Gastbeitrag von Dr. Jörg Lantzsch 7 min Lesedauer

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Die Baubranche braucht viele fleißige Hände, denn in vielen Bereichen ist Handarbeit immer noch Standard. Das Zuschneiden von Baustahlmatten hat Terhoeven mit der Technik von Mitsubishi Electric und dem Know-How von Orgassa automatisiert.

Sechs Greifer heben die Baustahlmatte an, Servoantriebe von Mitsubishi Electric sorgen für deren Bewegung in alle drei Raumrichtungen.(Bild:  hambi Maschinenbau)
Sechs Greifer heben die Baustahlmatte an, Servoantriebe von Mitsubishi Electric sorgen für deren Bewegung in alle drei Raumrichtungen.
(Bild: hambi Maschinenbau)

Bei der Herstellung von Baustahlmatten wird zunächst Stahldraht von einem Coil abgewickelt und gerichtet. Dabei erhalten die Drähte auch ihre typische Rippung. Anschließend verschweißt eine automatisierte Maschine die Drähte zu einer Matte mit Quer- und Längsstäben. Um eine optimale Anlagenauslastung zu erreichen, produziert die Schweißmaschine die Matten im Maximalformat. Da auf der Baustelle in der Regel kleinere Formate verwendet werden, müssen die Matten auf das passende Maß zugeschnitten werden. Dieser Vorgang war in der Vergangenheit sehr personalintensiv, da es keine automatisierte Lösung gab.

Bis zu sechs Personen sind nötig, um die schweren Matten zu heben und auf der Schneidemaschine zu positionieren. Beim anschließenden Stapeln muss jede zweite Matte gewendet werden, um die Stapelhöhe zu reduzieren. Es wird immer schwieriger, Personal für diese anstrengende und monotone Arbeit zu finden. Das Unternehmen van Merksteijn International B.V., das täglich 3.400 Tonnen Betonstahl verarbeitet, suchte daher nach einer automatisierten Lösung.