Industrie 4.0
Effizienzsteigerung durch Automatisierung: Strategien und Praxisbeispiele

Ein Gastbeitrag von Bastian Weimer* 4 min Lesedauer

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Die Automatisierung zählt zu den wichtigsten Zukunftsthemen der Industrie. Vor welchen Herausforderungen stehen Maschinenbauer und produzierende Unternehmen? Und an welchen Stellen werden intelligente Automatisierungs- und Cloud-Lösungen bereits heute in der Praxis eingesetzt?

Roboter und Maschinen entlasten Mitarbeitende bei körperlich anstrengenden Aufgaben wie Heben und Transportieren, monotonen und repetitiven Aufgaben wie das Einlegen von Teilen sowie gefährliche Tätigkeiten.(Bild:  Ecosphere)
Roboter und Maschinen entlasten Mitarbeitende bei körperlich anstrengenden Aufgaben wie Heben und Transportieren, monotonen und repetitiven Aufgaben wie das Einlegen von Teilen sowie gefährliche Tätigkeiten.
(Bild: Ecosphere)

Kein anderes Thema gilt so sehr als Indikator für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie wie der Automatisierungsgrad und die Roboterdichte in den hiesigen Betrieben. Und die kann sich sehen lassen: Laut der International Federation of Robotics stellt Deutschland den fünftgrößten Absatzmarkt für Roboter dar. Noch sind es vor allem die großen Industriebetriebe mit hohem Produktionsvolumen, die auf automatisierte Abläufe angewiesen sind. Doch es zeichnet sich bereits ab, dass auch kleine und mittlere Unternehmen mit geringeren Stückzahlen nachziehen werden. Der Grund: Produzierende Unternehmen stehen in den kommenden Jahren vor zahlreichen Herausforderungen, die es erforderlich machen, Arbeitsprozesse grundlegend zu verändern.

Fachkräftemangel: Wenn der Nachwuchs fehlt

Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften betrifft laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) derzeit knapp 43 Prozent aller Berufsgattungen in Deutschland. Auch die Mint-Bereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) stehen unter Druck, offene Stellen mit geeignetem Fachpersonal zu besetzen. Die Gründe für die sich zuspitzende Lage sind vielseitig. Eine Hauptursache ist der demografische Wandel. Durch die alternde Bevölkerung wird erwartet, dass sich die Zahl der Erwerbstätigen – im Alter zwischen 20 und 65 Jahren – bis zum Jahr 2060 um ein Drittel reduziert, sofern diese nicht durch Einwanderung ausgeglichen wird. Verstärkt wird diese Lücke durch eine Veränderung in der Berufsausbildung und einem Trend hin zur Akademisierung. So liegt der Anteil der Studienberechtigten bei etwa 45 Prozent. An jungen Facharbeiterinnen und Facharbeitern fehlt es hingegen.