Automatica 2010

Automatisierung macht „grüne Technologien“ erst möglich

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Erst durch Automatisierungstechnik wird eine umweltverträgliche und energiesparendere Produktion möglich. Dazu Dr. Wenzel: „Ein Punkt ist sicherlich die Energieeffizienz und die ökonomisch-ökologische Betrachtung der Roboter und der Systemkomponenten im engeren Sinne.“

Automatisierung bietet Potenzial für Energieeffizienz

Beispiele für ressourcenoptimal gestaltete Automatisierungstechnik sind Pneumatikkomponenten mit minimalem Druckluftverbrauch, Greifer, Werkzeuge, ja ganze Roboter in Leichtbautechnik oder Software zur Planung energieoptimierter Bahnen für Robotersysteme. Viele Hersteller bieten längst Lösungen zur Ressourcenoptimierung, Energieeffizienz, Reduzierung der Schadstoffemission oder Energierückgewinnung an.

Dabei ist es wichtig, dass sämtliche Betrachtungen bezüglich der Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes beziehungsweise einer Technologie durchgeführt werden – ein Aspekt, der ebenfalls auf der Automatica verdeutlicht werden soll.

Energieeffizient zu automatisieren ist für Wilfried Eberhardt, Managing Director Europe beim Augsburger Roboterhersteller Kuka, nur die eine Seite von „Green Automation“. Häufig werde darunter „nur“ verstanden, dass es um die Effizienz von Motoren, Getrieben oder ganzer Maschinen gehe, so der Kuka-Manager. „Man muss aber deutlich sehen, dass wir mithilfe intelligenter Automatisierung Produkte herstellen, die es uns erlauben, Energie zu sparen. So braucht ein Auto mit Aluminiumkarosserie spezielle Fügeverfahren und entsprechende Automatisierung, denn manuell geht da gar nicht mehr. In der Solarindustrie ist das ganz ähnlich. Man muss den Begriff Green Automation dahingehend erweitern, dass es hier um Techniken geht, die notwendig sind, um intelligente und energiesparende Produkte herzustellen“, betont Eberhardt.

Automatisierung als „Enabler“ grüner Technologien

Hier sieht die Branche ihre wirtschaftliche und ökologische Verantwortung. „Ob das jetzt Solar, Wind oder andere regenerative Energien sind – diese Bereiche kommen nur mit Unterstützung von Automatisierungstechnik in einen wirtschaftlichen Break-even-Bereich. Das Stichwort Green Automation muss meines Erachtens auch in diesem Kontext verstanden werden“, argumentiert Roboterexperte Wenzel.

Nach Einschätzung von Thilo Brodtmann, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation, werden durch Automatisierung „grüne Technologien“ erst möglich: „Die Hersteller von Automatisierungstechnik erschließen ihren Kunden erhebliche Einsparpotenziale und sind mit ihrer Engineering-Kompetenz die Enabler neuartiger Lösungen, die grüne Produkte überhaupt erst möglich und bezahlbar machen.“

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:342035)