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Die standardisierten Palettenwechsler bietet Hermle in verschiedenen Ausführungen je nach Maschinenmodell an. Der neueste Palettenwechsler PW 3000 hat ein Transportgewicht von 3000 kg und wurde für die Automatisierung der großen Bearbeitungszentren C 50 und C 60 entwickelt. Ein Großteil der Maschinen werde mit Robotersystemen unterschiedlicher Gewichtsklassen ausgeliefert. Dabei steht laut Schorpp jeweils die kundenspezifische Auslegung im Vordergrund. „So können beispielsweise Paletten, Werkstücke, Greifer und Vorrichtungen in einer Anlage gewechselt und gemanagt werden.”
95 % aller Emag-Werkzeugmaschinen mit Automation
Keine Grenzen sind der Automation bei Emag gesetzt. Dr. Andreas Mootz, Geschäftsführer der Emag Automation GmbH: „Wir bieten von einfachen Automationslösungen bis zur Komplettautomation alle Automationsstufen. 95 % aller Maschinen liefert Emag mit Automation.” Als Beispiele für Maschinen mit einfachen, flexiblen Automationssystemen nennt er die Vertikal-Drehmaschinenbaureihen VSC und VL. Diese sind mit einer Automation mit umlaufender Kette ausgerüstet. In diese werden Schlepprahmen eingesteckt, die den Transport der Werkstücke in die und aus der Pick-up-Station ermöglichen. Die vertikale Hauptspindel nimmt das Werkstück direkt von der Pick-up-Position auf.
„Damit wurde der Hauptautomationsanteil unmittelbar in die Maschine verlegt”, hebt Mootz hervor. „Durch dieses Prinzip lässt sich ein schneller, platzsparender, technisch einfacher und damit betriebssicher sowie zugleich kostengünstiger Werkstückwechsel und -transport durchführen – ohne jeden Umrüstaufwand.” Nur durch Anpassungen im NC-Programm sei damit ein weites Teilespektrum automatisiert bearbeitbar.
Die Automationslösungen können bei Emag aus einem Baukasten standardisierter Module zusammengesetzt werden. „Die Flexibilität spielt jedoch bei aller Einsparung eine immer größere Rolle”, konstatiert Mootz. „Weniger auf Teile spezialisierte Automationen als vielmehr Universal-Automationslösungen werden gefordert, da immer öfters ganze Teilefamilien und viele Werkstückvarianten auf einer Maschine gefertigt werden.” Ein schnelles Umrüsten der Werkzeugmaschine und die schnelle Anpassung der Automation an veränderte Aufgaben stünden daher im Vordergrund. „Diesen Herausforderungen können die Entwickler nur durch den modularen Aufbau von Funktionsbausteinen gerecht werden.”
Automatisierte Fehleranalyse und Fehlerbeseitigung denkbar
Im Wunsch nach kundenspezifischen Automatisierungsangeboten zu Preisen von Serienlösungen sieht Heller-Geschäftsführer Lang eine Herausforderung. Dabei müsse zwischen der Einzelmaschine und einer Fertigungsanlage unterschieden werden. „Werkstückspeicher sind überwiegend Standardlösungen, die als Module angeboten werden und lediglich kundenspezifisch angeordnet werden”, urteilt Lang. „Anders ist die Situation bei den Anlagen. Dort wird überwiegend kundenspezifisch oder besser gesagt bauteilspezifisch projektiert. Dabei spielen Fragen wie Prozesstechnik, Variantenvielfalt und Stückzahlen die entscheidende Rolle. Natürlich gibt es auch hier modulare Konzepte. Viele Anlagen werden aber tatsächlich überwiegend kundenspezifisch konstruiert und konfiguriert.”
Heller fertigt alle maschinennahen Komponenten wie Palettenwechsler, Linear- oder Rundspeicher selbst. Bei Roboter- und allen anderen Materialfluss-Lösungen arbeitet man mit spezialisierten Partnerfirmen zusammen. „Allerdings bleiben wir in nahezu allen Fällen als Systemführer in der zentralen Projektverantwortung, das heißt, wir integrieren diese Systeme in unsere Gesamtanlage”, betont Lang.
Abseits vom Be- und Entladen der Werkzeugmaschine sieht MAG-Manager Lang noch weitere Automatisierungsmöglichkeiten beim Rüsten und Betreiben der Maschinen und Anlagen. Beispielhaft nennt er das automatische Einrüsten von Spannmitteln und Vorrichtungen oder das automatische Laden von voreingestellten Werkzeugen in die Maschine oder das Magazin, angebunden an das zentrale Werkzeuglager eines Betriebs. Als Zukunftsvision bezeichnet er ein automatisiertes Reinigen und die Pflege der Maschinen bis hin zum automatisierten Ersetzen von Verschleißstoffen. Denkbar wäre für Lang auch eine automatisierte Fehleranalyse, Fehlerbeseitigung, Maschinenwartung und Reparatur.
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