Weiterbildung in der Kurzarbeit

Automobilzulieferer ZF Lemförder qualifiziert Mitarbeiter im Bildungsverbund

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Modulare Übungsfabrik auf Werksgelände installiert

Qualifizierungsmaßnahmen wurden jedoch nicht nur extern, sondern auch intern durchgeführt. Um die Produktionsmethoden zu verbessern, entwickelten die Verantwortlichen beispielsweise eine modulare Übungsfabrik und installierten diese in einem separaten Raum auf dem zentralen Werksgelände.

In der Übungsfabrik können die echten Prozesse in der Produktion in kleinerem Maßstab nachvollzogen und optimiert werden. Die einzelnen Elemente sind so flexibel, dass sie schnell in einen Container gepackt und zu jedem Standort von ZF Lemförder gebracht und dort eingesetzt werden können. „All diese Maßnahmen“, so Hüter, „haben bei vielen Mitarbeitern einen Aha-Effekt ausgelöst, was Bildung angeht.“

Das Thema Weiterbildung wird bei ZF Lemförder mit dem Ende der Krise daher keinesfalls vorbei sein. Im Gegenteil. Lebenslanges Lernen ist das Thema im Unternehmen. So gibt es beispielsweise im ZF- Konzern eine Betriebsvereinbarung, nach der jeder Beschäftigte einen Anspruch auf insgesamt fünf Freistellungsjahre hat, um diese für Qualifizierungsmaßnahmen zu nutzen.

Durchlässigkeit zwischen den Bereichen gehört zum Prinzip

Eine besondere Nachhaltigkeit in Sachen Bildung verspricht sich ZF Lemförder mit dem neuen Bildungszentrum, das in diesem Jahr fertig gestellt werden soll. Das Konzept ist außergewöhnlich. So werden sich in einer einzigen großen Halle die Ausbildungswerkstatt, die Fertigung von Prototypen und das Weiterbildungsunternehmen BFW befinden.

Die Durchlässigkeit zwischen den Bereichen gehört dabei zum Prinzip. Das Zentrum mit seinem zusätzlichen Verwaltungs- und Seminartrakt könnte nach den Vorstellungen der Verantwortlichen durchaus auch für Handwerksbetriebe aus der Umgebung, die ihre Mitarbeiter weiterbilden möchten, zur Verfügung stehen.

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