Steinbrocken-Tetris Autonomer Bagger baut Riesenmauer ressourcenschonend

Quelle: Pressemitteilung der ETH Zürich 1 min Lesedauer

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Trockenmauern ist Handarbeit und kostet Zeit, ist also entsprechend teuer. An der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich macht man es jetzt anders.

Dieser Schreitbagger hat es in sich. Denn er greift und scannt jeden Steinbrocken, um ihn an die richtige Stelle zu setzen, wobei  nach und nach eine zig Meter lange und sechs Meter hohe Trockenbaumauer entsteht. Forscher aus Zürich haben ihn nämlich „intelligent“ gemacht.(Bild:  Eberhard AG / M. Schneider)
Dieser Schreitbagger hat es in sich. Denn er greift und scannt jeden Steinbrocken, um ihn an die richtige Stelle zu setzen, wobei nach und nach eine zig Meter lange und sechs Meter hohe Trockenbaumauer entsteht. Forscher aus Zürich haben ihn nämlich „intelligent“ gemacht.
(Bild: Eberhard AG / M. Schneider)

ETH-​Forscher aus Zürich haben eine Methode entwickelt, um mit einem autonomen Bagger eine sechs Meter hohe und fünfundsechzig Meter lange Trockensteinmauer errichten zu können. Speziell für das Trockenmauern ist das attraktiv, denn die so erstellten Bauwerke gelten als ressourcenschonend, weil sie mit vor Ort verfügbaren Materialien, wie etwa Betonbruchstücken auskommen, erklären die Schweizer. Diese Art zu bauen enthalte deshalb auch nur wenig graue Energie. (Anmerkung der Redaktion: Als graue Energie wird die Summe der Energien bezeichnet, die für die Herstellung, den Transport, die Lagerung sowie den Verkauf und die Entsorgung eines Produkts aufgewendet wurde). Die so smart erstellte Mauer ist übrigens ein Teil einer digital geplanten und autonom modellierten Parkanlage.

Smarter Bagger erkennt die beste Steinposition

Der Bagger erzeugt dabei mithilfe von Sensoren eine 3D-​Karte der Baustelle und erkennt dort vorhandene passende Bausteine für die geplante Mauer, wie man betont. Er greife und scanne sie vor Ort. Dabei würden auch das ungefähre Gewicht und der Schwerpunkt erfasst. Ein Algorithmus bestimmt dann die beste Position für jeden Stein, woraufhin der Bagger dieselben exakt platziert. Pro Arbeitsgang scannt und legt der Bagger rund 20 bis 30 Steine ab, also etwa so viele, wie pro Ladung angeliefert werden, so die Schweizer Forscher.

Für das Projekt im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunktes Digitale Fabrikation („NCCR dfab“) haben Wissenschaftler von Gramazio Kohler Research, dem Robotic Systems Lab, dem Vision for Robotics Lab und dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur zusammengearbeitet, wie man weiter erfährt.

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