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Die besagten Bauteile müssen ebenso in höchster Genauigkeit produziert werden, um die erforderliche Funktionalität zu gewährleisten. So produziert Felss Rotaform derzeit im Auftrag eines großen Kunden der Automobilzulieferindustrie sogenannte Aufprallteile. Diese Bauteile sorgen dafür, dass bei einem Aufprall Bereiche der Karosserie und des Antriebes vor Beschädigungen geschützt werden. Die ungewöhnliche Form des Bauteils war für Felss Rotaform eine echte Herausforderung (Bild 2).
Maßhaltigkeit und Wanddicke des Rohres sind von großer Bedeutung
Bei der ersten Betrachtung sieht das von Felss Rotaform hergestellte Bauteil – ein Crashelement – wie ein in die Länge gezogener Trichter aus. Während an dem einen Ende der Rohrdurchmesser aufgeweitet ist, ist er am anderen Ende etwas verjüngt. Dazwischen befindet sich das gerade Stück des Rohres. Vom Aussehen her vermittelt die Geometrie zunächst nichts Spektakuläres. Und doch war ihre prozesssichere und effektive Herstellung, wie die Rotaform-Experten es schildern, eine echte Herausforderung. Denn davon hängt letztendlich die sichere Funktionsweise in der eingebauten Karosserie ab.
Das Crashrohr ist Teil einer Konstruktion, welche die Teile der Karosserie und des Antriebs vor Beschädigung schützt. Dabei ist die vordere Stoßstange an zwei der Crashrohre aufgehängt. Bei einem Aufprall von bis zu 16 km/h verformen sie sich und absorbieren die Crashenergie. Die Folge davon ist, dass im Reparaturfall nur der Stoßfänger ausgetauscht werden muss. Das Fahrzeug selbst wird damit vor einem größeren Schaden bewahrt. Die Reparaturkosten bleiben somit gering und das Fahrzeug kann in eine niedrigere Kaskoklasse eingestuft werden.
Benötigte Kraft zum Umformen ist um circa 40% geringer
Zusätzlich profitiert die Technik des Fahrzeuges davon, dass die konstant eingestellte Verformungskraft der Crashabsorber eine genaue Justierung der Airbagauslösung möglich macht. Die Anforderungen an das Crashrohr selbst und seine Materialauswahl und -beschaffenheit sind äußerst hoch. Denn im Falle eines Highspeedcrashs darf es genauso wenig wie der Stoßfänger brechen. Das wiederum wirkt sich auf den gesamten Vorderwagen aus, der dadurch so wenig wie möglich verformt wird. Für die Gesamtkonstruktion sind Wandstärke und Maßhaltigkeit die elementaren Parameter.
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