Profilbearbeitung Bandsägeanlage steigert Flexibilität durch großes Bearbeitungsspektrum
Um schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können, hat Salzgitter Stahlhandel seinen Maschinenpark um eine Bandsäge erweitert. Die Sägeanlage verfügt über ein Transportsystem mit Längenanschlag sowie schiebenden Messwagen und kann Materialien in den Abmessungen von 20 bis 500 mm sägen.
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Mit einer Bandsägenanlage der Baureihe KBS 750 DG von Kaltenbach hat die Salzgitter Stahlhandel GmbH den Fertigungspark in ihrer Mannheimer Niederlassung ergänzt. Zur Sägeanlage gehören neben der Säge ein Transportsystem mit einem Längenanschlag sowie ein schiebender Messwagen. Die Bandsäge eignet sich zur Bearbeitung von Materialabmessungen von 20 mm × 20 mm bis 750 mm × 500 mm und zum Sägen von Bündeln mit den Höchstmaßen von 500 mm × 500 mm.
Das Stahlhandelsunternehmen bewältigt so das in den vergangenen Jahren um rund 20% gestiegene Auftragsvolumen und reagiert wesentlich flexibler auf Kundenwünsche. Darüber hinaus deckt Salzgitter Mannheim durch den vergrößerten Fertigungsspielraum die gesamte Bandbreite an Werkstückabmessungen in den Größen von 80 bis 1000 mm ab.
Die Salzgitter-Gruppe gehört zu den führenden Stahltechnikkonzernen Europas. In der Mannheimer Niederlassung werden Profile, Stabstahl, Flachprodukte, Rundrohre und Stahlbau-Hohlprofile bearbeitet. Im Bereich Anarbeitung vertraut man schon seit Jahren auf die Sägetechnik von Kaltenbach. Außer der Bandsäge sind zwei Kreissägen der Baureihe HDM im Einsatz. Dieser Mix aus unterschiedlichen Sägen ermöglicht es, den Kunden maßgenaue Produkte zu liefern – in allen Auftragsgrößen bis hin zur Einzelstückfertigung.
Flexible Sägeanlage gesucht
Bei der Auswahl der neuen Sägeanlage legte Salzgitter besonderen Wert darauf, eine flexible Lösung zu finden, die die komplette Bandbreite des Produktspektrums abdeckt. Das Unternehmen realisiert die Anarbeitung an den drei vorhandenen Sägen so, dass sich die Maschinen optimal ergänzen. Die hohe Schnittgenauigkeit der Bandsäge bedeutet für die Kunden nicht nur eine höhere Produktqualität, sondern auch eine Kostenersparnis, da jegliche Nachbearbeitung entfällt.
Dank des Prinzips der offenen Läger steht den Salzgitter-Kunden das gesamte Lieferprogramm aller Standorte zur Verfügung. So kommt es, dass in Mannheim auch Aufträge aus anderen Standorten bearbeitet werden. Nachdem das Material je nach Kundenanforderung in der Sandstrahlanlage entzundert wurde, erfolgt die manuelle Materialzufuhr zur Säge mittels Brückenkran mit Magnettraverse sowie Hoffahrzeugen. Das zu sägende Material wird auf das zufuhrseitige Quertransportfeld abgelegt. Danach ziehen es die Schleppketten auf die Zufuhrrollenbahn.
Sägen von Bündeln ist problemlos möglich
Dort zeigt sich die Besonderheit der Bandsägenanlage: Das Abmessen von Einzelschnitten erfolgt mit Hilfe des integrierten Längenanschlags L 220 NC (Messlänge von 3000 bis 18000 mm) während der schiebende Messwagen M150 SP (Messlänge von 0 bis 18 000 mm) zum Abmessen von Kurzlängen und Mehrfachlängen geeignet ist. Darüber hinaus können mit dem Messwagen auch Serienschnitte durchgeführt werden. Dabei können Gehrungsschnitte von -45° bis 30° gesägt werden. Auch das Sägen von Bündeln bis zu einer Abmessung von 500 mm × 500 mm ist problemlos möglich. Die Längenmessung der einzelnen Teile erfolgt alternativ über Längenanschlag oder einen schiebenden Messwagen, je nach Länge der zu sägenden Werkstücke.
Die Sägegeschwindigkeit regelt sich automatisch, abhängig vom Material, das gerade bearbeitet wird. Grundsätzlich können Werkstoffe in sämtlichen Qualitäten auf der Maschine gesägt werden. In der Mannheimer Niederlassung werden die Lagerarbeitsblätter aus SAP erzeugt und die jeweiligen anarbeitungsspezifischen Daten werden an der Bandsäge direkt von einem Mitarbeiter eingepflegt. Mögliche Schnittmuster für Profile und Träger sind bereits in der anlageneigenen Bearbeitungssoftware hinterlegt und können schnell und einfach ausgewählt werden. Der Mitarbeiter muss dann nur noch die genauen Maße und die Anzahl der zu sägenden Profile ergänzen.
Sägeleistung unter SAP in Kapazitätscockpit geführt
Die Sägeleistung aller drei Sägeanlagen wird unter SAP in einem Kapazitätscockpit geführt. Um die Vernetzung der neuen Säge zu verbessern, plant Salzgitter Mannheim die Anbindung der Sägensoftware Proficut zu realisieren. Sie bietet dem Arbeitsvorbereiter außerdem die Möglichkeit, direkt von seinem Arbeitsplatz aus Schnittfolgen an die jeweilige Säge zu übermitteln.
Durch die Erweiterung des Maschinenparks um die Bandsägeanlage erzielte Salzgitter Stahlhandel folgende Ergebnisse:
- Die Bandsäge verfügt über eine hohe Schnittgenauigkeit. Kostenintensive Nachbearbeitungen sind so nicht erforderlich.
- Mit der Säge können Materialien in den Abmessungen von 20 bis 500 mm bearbeitet werden. Dabei sind beidseitige Gehrungsschnitte bis 45° und einseitige bis 30° möglich.
- Die Auftragsdaten müssen nicht mehr komplett manuell eingepflegt werden, mögliche Schnittmuster für Profile und Träger sind bereits in der Sägensoftware hinterlegt.
- Der Mix aus Bandsägen und Kreissägen ermöglicht es, flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren und das gesamte Produktspektrum in Größen von 80 bis zu 1000 mm abzudecken – und das in allen Auftragsgrößen.
Jörg Tetling ist Vertriebsleiter Stahlbau bei der Hans Kaltenbach Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, 79539 Lörrach, Tel. (07621) 175-0, Fax (07621) 175-4 77, info@kaltenbach.de
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