Green Shift BASF setzt stärker auf alternative Rohstoffe

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Der Chemieriese BASF will bis 2050 klimaneutral produzieren und schon 20 Jahre vorher die Treibhausgasemissionen vierteln. Und so soll das gehen ...

Der Chemiegigant BASF will bis 2050 klimaneutral agieren. Das zieht gewissen Umstrukturierungen nach sich. Dazu gehört etwa die Entscheidung, auf nachhaltige Rohstoffe zu setzen. Doch es gehe auch die Angst vor Jobverlusten um ...(Bild:  BASF)
Der Chemiegigant BASF will bis 2050 klimaneutral agieren. Das zieht gewissen Umstrukturierungen nach sich. Dazu gehört etwa die Entscheidung, auf nachhaltige Rohstoffe zu setzen. Doch es gehe auch die Angst vor Jobverlusten um ...
(Bild: BASF)

Der Chemiekonzern BASF will bei der Produktion stärker auf alternative Rohstoffe setzen. Das könne alles Mögliche beinhalten. Ja sogar Frittenfett oder Gülle könnten dabei helfen. Vor allem aber werden es Substanzen wie Biogas oder Bionaphtha sein, sagte der BASF-Vorstandschef Markus Kamieth dem Manager Magazin. Denn der Bedarf an grünen Rohstoffen werde in den kommenden Jahren stark steigen. Und weil alle Industrien sich dekarbonisieren müssen, ist dieser Schritt wichtig. „Wir kaufen die Rohstoffe heute bereits ein, werden uns aber möglicherweise auch an Bioraffinerien beteiligen“, wie Kamieth anmerkt.

Noch sind grüne Rohstoffe eher ein Luxusgut

Die Versorgung der europäischen Standorte, insbesondere Ludwigshafen und Antwerpen, habe der Konzern überwiegend selbst in die Hand genommen. Man will demnach zunehmend grüne Energie, die in den eigenen Windparks in der Nordsee erzeugt wird und auch alternative Rohstoffe nutzen, so der BASF-Vorstandsvorsitzende. Das Stammwerk in Ludwigshafen biete dafür ideale Voraussetzungen. BASF biete derzeit 40.000 Produkte an. Auf Wunsch produziert man aber auch jedes einzelne davon mit niedrigem CO2-Fußabdruck. Aber das sei relativ teuer und die Kunden müssten bereit sein, für diesen Premiumaspekt zu bezahlen.

Auch BASF muss sich dem Zeitgeist stellen ...

BASF hatte zuletzt einen umfassenden Konzernumbau mit möglichen Stilllegungen von weiteren Anlagen und einem Stellenabbau auch in Ludwigshafen angekündigt. Für November ist auch der Beginn der Verhandlungen über eine neue Standortvereinbarung geplant, wie die dpa erfahren hat. Der Betriebsrat habe gefordert, den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen von Ende 2025 auf 2030 zu verlängern. Kamieth kommentierte, dass er die Unsicherheit bei den Arbeitnehmern nachvollziehen kann, er aber die Angst den Beschäftigten nicht ganz nehmen kann, weil der Konzern in Zeiten schneller Veränderung lebt, auf die man im Zweifelsfall reagieren muss. Angesichts der Lage wünscht er sich, dass alle an einem Strang ziehen.

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