Milliarden nach China BASF reagiert aufs Weltgeschehen mit historischer Investition

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

BASF wird als weltweit größter Chemiekonzern gehandelt. Mit einem neuen Standort in China will man nun durch Kooperation in einer Welt bestehen, die immer geteilter und unsicherer wird, heißt es.

Vor rund acht Jahren hat sich BASF dazu entschlossen, in China ein neues Werk zu bauen. Das wurde jetzt eröffnet. Mit der größten Investition der Firmengeschichte wollen die BASF-Entscheider den aufstrebenden Chemiemarkt dort für sich leichter erschließen ...(Bild:  BASF)
Vor rund acht Jahren hat sich BASF dazu entschlossen, in China ein neues Werk zu bauen. Das wurde jetzt eröffnet. Mit der größten Investition der Firmengeschichte wollen die BASF-Entscheider den aufstrebenden Chemiemarkt dort für sich leichter erschließen ...
(Bild: BASF)

Weil sich die Welt momentan in zweifelhafte Richtungen entwickelt, zeigt der neue BASF-Standort Zhanjiang, dass globale Kooperation am Ende die besten Ergebnisse liefert, kommentiert BASF-Vorstand Markus Kamieth zur Eröffnung des Werkes, das gleichzeitig die volumenstärkste Investition in der Unternehmensgeschichte markiert. Zhanjiang ist nämlich mit rund 8,7 Milliarden Euro auf die Beine gestellt worden, wie es präziser heißt. Außerdem erwirtschaftet BASF bisher nur rund 14 Prozent seines globalen Umsatzes in China, obwohl dort die Hälfte der weltweiten Chemienachfrage stattfindet. Diese Marktchancen wollen sich die Ludwigshafener also mit dem neuen Werk in der Volksrepublik natürlich auch nicht entgehen lassen.

Kritiker verweisen auf neue Situation in China

Wie es weiter heißt, soll von dort aus der Markt in Südchina besser bedient werden können und BASF profitiert höchstwahrscheinlich von den aussichtsreichen Wachstumsprognosen in der Petrochemie, die sich bereits abzeichnen. Man sei sich aber bewusst, dass es einige Jahre dauern werde, bis das Werk so profitabel arbeite, wie es einst geplant war. Und Kritiker merken an, dass sich die Lage in China seit der Unterzeichnung für das Projekt im Jahr 2018 deutlich geändert hat. Sie warnen deshalb vor zu viel Abhängigkeit von einem immer noch autoritär regierten Land. In der Volksrepublik herrscht bekanntlich auch ein aggressiver Wettbewerb in vielen Branchen, der die Gewinnchancen für andere Unternehmen schmälert.

(ID:50798290)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung