Hopp oder topp Mehrere Interessenten für insolventes Unternehmen Northvolt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther gibt die Hoffnung auf den Bau einer Batteriefabrik bei Heide trotz der Northvolt-Insolvenz nicht auf ...

Aus der Traum? Northvolt ist ja insolvent, was den Bau der Batteriezellenfabrik bei Heide fraglich werden lässt, obwohl der Steuerzahlen viel investiert hat. Es gibt zwar mehrere Interessenten für einen Kauf, doch es wird auch Kritik an der damaligen Entscheidung der Politiker laut ...(Bild:  S. Schenkenwirth)
Aus der Traum? Northvolt ist ja insolvent, was den Bau der Batteriezellenfabrik bei Heide fraglich werden lässt, obwohl der Steuerzahlen viel investiert hat. Es gibt zwar mehrere Interessenten für einen Kauf, doch es wird auch Kritik an der damaligen Entscheidung der Politiker laut ...
(Bild: S. Schenkenwirth)

Northvolt meldete im März in Schweden Insolvenz an. Ungeklärt ist nach wie vor, wie es mit der im Bau befindlichen Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein weitergeht. Es gibt laut Daniel Günther zwar Interessenten mit Blick auf Northvolt, aber es ist klug, darüber nicht zu viel in der Öffentlichkeit zu sprechen, wenn man am Ende erfolgreich sein will. Es sei weiterhin realistisch, dass bei Heide dennoch künftig Batteriezellen produziert werden. Günther: „Wir haben dort mit dem Bund nicht zuletzt bisher eine dreistellige Millionensumme investiert. Wir arbeiten deshalb weiter hartnäckig daran, dass in ein paar Jahren Batteriezellen bei uns in Schleswig-Holstein produziert werden und viele Menschen gut bezahlte Arbeit finden!“ Das Gelände sei schließlich für den Bau von Batteriezellen sehr attraktiv. Es gebe erneuerbare Energien und grünen Strom im Überfluss.

Hat Habeck das Gutachten nicht genau genug gelesen?

Parallel dazu droht hoher Schaden für die Steuerzahler. Und Medienberichten zufolge wirft der Bundesrechnungshof dem Ex-Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vor, viel zu leichtfertig Steuergeld an Northvolt vergeben und wirtschaftlichen Risiken unterschätzt zu haben. Habeck hatte die Subventionen für Northvolt aber verteidigt. Über 600 Millionen Euro Steuergeld wurden damals über eine Wandelanleihe bereitgestellt. Ein Gutachten von PWC hat die Entscheidung beeinflusst, das sich bei vielen Punkten positiv liest. Aber den jetzt veröffentlichen Unterlagen kann man auch entnehmen, dass es durchaus auch Grund zum Zweifel am wirtschaftlichen Zustand des schwedischen Batterieherstellers gab. So stelle sich heraus, dass Northvolt an PWC nicht alle nötigen Daten übermittelt habe, die die Wirtschaftsprüfer benötigten. Auch war Northvolt laut Gutachten auf externe Kapitalgeber angewiesen, um die Ausgaben überhaupt decken zu können. Konkrete Finanzierungsaussagen von Kapitalgebern gab es damals noch nicht. Heute verweisen die Grünen zwar auf die tollen Erfolgsaussichten, die von PWC suggeriert wurden. Doch die FDP spricht von dünner Datengrundlage und davon, dass die Beurteilung seitens PWC nicht mit Fakten untermauert wurde.

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