Dominoeffekt Batteriezellenhersteller Customcells ist insolvent

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Der Batteriezellenhersteller Customcells hat, wie jetzt bekannt wurde, einen Insolvenzantrag für die Gesellschaften in Itzehoe und Tübingen gestellt ...

Der Batteriezellenhersteller Customcells musste für die Standorte Itzehoe und Tübingen jetzt Insolvenz anmelden. Das Unternehmen ist damit ein Opfer der Pleite von Lilium, wie es dazu heißt.(Bild:  Customcells)
Der Batteriezellenhersteller Customcells musste für die Standorte Itzehoe und Tübingen jetzt Insolvenz anmelden. Das Unternehmen ist damit ein Opfer der Pleite von Lilium, wie es dazu heißt.
(Bild: Customcells)

Das Amtsgericht Kiel ordnete mit Blick auf die Situation eine vorläufige Insolvenzverwaltung für die Customcells Itzehoe GmbH an, wie aus dem Insolvenzportal der Länder hervorgeht. Die Holdinggesellschaft sei nicht betroffen. Customcells begründete seine finanziellen Probleme vor allem mit der Insolvenz des Elektroflugzeugbauers Lilium. Der Flugtaxipionier aus Bayern war demnach der wichtigste Kunde des Batteriezellenherstellers. Rechnungen in zweistelliger Millionenhöhe sind leider nicht bezahlt worden. Und Lilium hatte bekanntlich zweimal innerhalb weniger Monate Insolvenz angemeldet.

Rund 200 Beschäftigte sind betroffen

Bei Customcells geht es nun in Itzehoe und Tübingen außerdem um rund 200 Beschäftigte. Customcells verwies außerdem darauf, dass das gesamtwirtschaftliche Umfeld schwierig ist. Auch die Lage anderer Batterieproduzenten sei ja angespannt, was den Druck verstärkt habe. Institutionen im Rahmen von Bund, Ländern und der EU, die angefragt worden sind, haben den Insolvenzantrag offensichtlich nicht verhindern wollen. Das Unternehmen ist übrigens eine Ausgründung aus der Fraunhofer-Gesellschaft.

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