Sensorik

Baumer sieht im Markt der messenden Sensoren großes Potenzial

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Wie gewährleisten Sie es, für jede Messaufgabe die passende Lösung anbieten zu können?

Weber: Wir beherrschen alle Sensortechnologien für die Palette der messenden Sensoren in der Breite und verschiedene Sensorvarianten erweitern unser Portfolio in die Tiefe. Und zwar entwickeln, produzieren und verkaufen wir selbst. So finden wir für jede Aufgabenstellung mit den unterschiedlichsten Materialien des Kunden die passende Technologie in der richtigen Ausführung – im optimalen Kosten-/Nutzenverhältnis. Das ist unser Ziel.

Weber: Welche Technologien sind das?

Mit unseren optischen, induktiven, Magnet- und Ultraschall-Sensoren messen wir Distanzen, Linearbewegungen, Füllstände, Winkel, Bewegungen und Breiten. Ich glaube, dass wir mit ein wenig Stolz sagen dürfen, dass wir bei den messenden Sensoren die breiteste und tiefste Produktpalette am Markt haben.

Warum hat Baumer den Fokus gerade hierauf gelegt?

Dossenbach: Das hat sich primär aus den aktuellen Marktanforderungen ergeben. Während die Kunden bisher in der Applikation mit einer digitalen Information, etwa einer Endposition, zufrieden waren, sind deren Ansprüche an Informationen aus der Maschine massiv gestiegen. Das heißt, der Anwender möchte heute nicht nur einfach eine rudimentäre Regelung oder Überwachung haben, sondern erwartet beispielsweise eine kontinuierliche Füllstands- oder Bahnspannungsregelung.

Hier wurde der Bedarf an messenden Sensoren deutlich, denn diese übermitteln mehr und detailliertere Informationen als schaltende. Zudem lässt sich bestimmen, wie schnell und in welche Richtung sich eine Bewegung verändert. Die Maschine oder Anlage lässt sich damit wesentlich effizienter und leistungsstärker steuern, was vor allem in komplexen Prozessen sinnvoll ist.

Genauer, früher wissen ist die Devise, um schnell – etwa beim Erreichen von Toleranzgrenzen — reagieren und in den Prozess eingreifen zu können. Somit ist der Kunde in der Lage, die Qualität zu erhöhen und Maschinenstillstände zu reduzieren. Die Idee ist also letztlich, den Prozess feiner steuern und präziser fertigen zu können. Das stärkere Wachstum des Portfolios an analogen Sensoren gegenüber den digitalen bekräftigt uns, auf dem richtigen Weg zu sein.

Wo werden die Baumer-Sensoren eingesetzt und was sind die besonderen Stärken?

Dossenbach: Wir unterscheiden zwischen einfacheren Umgebungsbedingungen, wie sie zum Beispiel in der Fertigungs- und Handhabungstechnik zu finden sind, und schwierigen Bedingungen, wie sie etwa in der Verpackungstechnik für Lebensmittel und im Outdoor-Bereich wie Windkraft vorkommen. Hier müssen Sensoren beispielsweise einem großen Temperaturbereich zwischen –40 und +85°C standhalten.

Auch die Dichtheit der Sensoren ist hier ein wichtiges Kriterium. Beim Einsatz von Dampfstrahlern müssen sie sehr hohe Temperaturen und Druck aushalten. Um dies zu gewährleisten, haben wir das Dichtigkeitskonzept Protect+ entwickelt. Bei Sensoren mit Protect+ wird das Erreichen der Schutzart IP69k nicht nur bei einer konstanten Temperatur geprüft, sondern diese müssen viele Temperaturzyklen aushalten.

Diese einzigartige Dichtigkeit erreichen wir durch optimiertes Design mechanischer Schnittstellen und die Verwendung ausgewählter hochwertiger Materialien. Somit stellen wir Qualität, Robustheit und schließlich eine lange Lebensdauer sicher.

Auch beim Endkunden kommen diese Argumente gut an. Wir glauben, dass es in Zukunft nicht mehr notwendig sein wird, dass ein Instandhalter immer etwa einen optischen oder induktiven Sensor in der Hosentasche haben muss.

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