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Bayerischer Maschinenbau unbeeindruckt von öffentlicher Krisenstimmung

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Oberbürgermeister Ude würdigt Industriestandort München

Der regierende Oberbürgermeister der Stadt München und Spitzenkandidat der bayerischen SPD, Christian Ude, würdigte in seiner Festrede München als optimalen Standort für den Maschinen- und Anlagenbau. „Der Maschinen- und Anlagebau ist eine mit zahlreichen Branchen vernetzte deutsche Schlüsselindustrie. Knapp 300 Unternehmen dieses besonders technologieintensiven und innovationsgetrieben Bereichs finden in München mit seiner hohen Branchendiversifizierung, der Messe München, einer hervorragenden Verkehrsinfrastruktur und zwei Elite-Universitäten, die auch für qualifizierte Nachwuchskräfte sorgen, beste Standortbedingungen vor.“

Technik für Menschen

Unter dem Motto „Technik für Menschen“ trafen sich die rund 160 Teilnehmer aus Mitgliedsunternehmen, Wissenschaft und Politik, um neben den offiziellen Regularien der Mitgliederversammlung über die Zukunftsthemen Elektromobilität, Megacities und Ressourcenschonung und deren Implikationen für den Maschinen- und Anlagenbau zu diskutieren. Eine sich permanent verändernde Welt und die Erkenntnis, dass man nicht unbegrenzt so weiter machen könne, erfordere neue Blickwinkel und Ansätze.

Paradigmenwechsel in Wirtschaft und Gesellschaft – Implikationen für den Maschinenbau

Wie stellen sich Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus auf die Märkte von morgen ein? Wie können Sie diese pro aktiv mit gestalten und welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf Strukturen und Prozesse? Diese Themen standen am Nachmittag in Form von Vorträgen und Workshops auf dem Programm. Dr. Lothar Behlau, Leiter des Forschungsprogramms „Märkte von übermorgen“ von der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., sah „teilweise radikal neue Betrachtungs- und Vorgehensweisen - einen Paradigmenwechsel“ als Voraussetzung für eine zukunftsfähige globale Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. „Bei der Ressourcenschonung gilt es nach der Optimierung der technischen Effizienz zu einer konsequenten Kreislaufwirtschaft überzugehen. Auch die Forschung hat noch bezüglich ihres Managements Potenziale: Sie sollte weniger technologiegetrieben sondern mehr interdisziplinär und problemorientiert forschen“, betonte Behlau.

Mit „Picture of the Future“, der hauseigenen Zeitschrift für Forschung und Innovation, berichtet Siemens zweimal jährlich über wesentliche Technologietrends und gewährt Einblicke in die Siemens-Labore. Dr. Michael Lipka, Corporate Research and Technology – Strategy, Siemens AG, Corporate Technology, Corporate Research and Technologies, München, führte in seinem Vortrag die Umsetzung dieser Zukunftsanalyse in marktfähige Innovationen und die Verankerung in der Unternehmensstrategie aus.

Die SGL Automotive Carbon Fibers GmbH & Co. KG München wurde als Gemeinschaftsunternehmen mit paritätischer Beteiligung der BMW Group und der SGL Group gegründet. Der Geschäftsführer des Joint Ventures, Dr. Jörg Pohlmann, erläuterte wie der zukünftige Einsatz von CFK die Automobilindustrie grundlegend verändern und der Gesellschaft eine umweltfreundliche und individuelle Mobilität ermöglichen wird.

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