Bangen bei Brose Bei Brose-Würzburg stehen 1.400 Stellen auf der Kippe

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wegen der Krise der Automobilindustrie fährt Brose einen Sparkurs. Die IG Metall fürchtet um den Standort Würzburg.

Für die Würzburger Brose-Mitarbeiter könnte der Job bald Vergangenheit sein. Denn der Sparkurs, den der Automobilzulieferer wegen der allgemeinen Krise fährt, könnte zur Standortschließung in der unterfränkischen Hauptstadt führen.(Bild:  Brose)
Für die Würzburger Brose-Mitarbeiter könnte der Job bald Vergangenheit sein. Denn der Sparkurs, den der Automobilzulieferer wegen der allgemeinen Krise fährt, könnte zur Standortschließung in der unterfränkischen Hauptstadt führen.
(Bild: Brose)

Ein Unternehmenssprecher von Brose teilte auf Anfrage mit, dass der Verwaltungsrat sich mit der Konzentration der drei fränkischen Standorte beschäftigt. Anhand verschiedener Kriterien würden die Vorteile einer Fokussierung auf Coburg und Bamberg (Hallstadt) untersucht und die Synergiepotenziale ermittelt. Sollten diese wirtschaftlich notwendig sein, müsse der zunehmend defizitäre Standort Würzburg aufgegeben werden. Für den Fall einer Schließung werde Mitarbeitern aus der Administration eine Übernahme angeboten. Verwaltungsrat und Geschäftsführung werden demnach eine Entscheidung treffen, sobald die Ergebnisse vorliegen. Brose hatte im Dezember Kostensenkungen angekündigt und will dabei die indirekten Personalkosten um 20 Prozent senken, wobei auch die Zahl der Standorte kleiner werden soll. Brose hat weltweit rund 32.000 Beschäftigte.

Fränkische Brose-Betriebsräte sind informiert

Michael Stoschek hat Ende letzter Woche die Betriebsratschefs der fränkischen Standorte über die Überlegungen informiert, teilte der Sprecher weiter mit. Stoschek, Enkel des Brose-Gründers, ist aktuell Vorsitzender des Verwaltungsrats, nachdem er sich vor einiger Zeit aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hatte. Der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg meldete sich daraufhin zu Wort: „Ich appelliere an Herrn Stoschek, dass seine angekündigte Reduktion der indirekten Personalkosten bis 2027 nicht das komplette Aus des Würzburger Standortes zur Folge hat.“ Es gehe auch um die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und ihren Familien. Der Verlust eines der größten gewerblichen Arbeitgeber Würzburgs würde die Stadt nämlich hart treffen.

Aus für Brose-Würzburg wäre ein harter Schlag

Der Verlust eines so bedeutenden Arbeitgebers ist für Norbert Zirnsak, dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall Würzburg, ein Schlag ins Gesicht. Die Brose-Arbeitsplätze seien wichtig für die wirtschaftliche Stabilität der Region. Und Yves Weinberger, Betriebsratsvorsitzender von Brose in Würzburg, kommentierte: „Die Belegschaft hat in den vergangenen Jahren Höchstleistungen erbracht und Innovationskraft bewiesen. Statt Pläne für ein Aus des Standortes brauchen wir ein klares Signal, dass Würzburg Zukunft hat.“

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