Zahlen, Daten, Fakten Fabrikautomation bleibt Sorgenkind bei Siemens

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Siemens legt am 14. November die Zahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2023/24 (per Ende September) vor. Folgendes kann man schon sagen ...

Der Siemens-Konzern wird zwar erst am 14. November ganz konkrete Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr abgeben, aber der dpa liegt bereits kurzer Abriss der zu erwartenden Ergebnisse vor. Lesen Sie!(Bild:  Siemens)
Der Siemens-Konzern wird zwar erst am 14. November ganz konkrete Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr abgeben, aber der dpa liegt bereits kurzer Abriss der zu erwartenden Ergebnisse vor. Lesen Sie!
(Bild: Siemens)

Der Siemens-Konzern Siemens kann derzeit auf anhaltend gute Geschäfte mit „intelligenter“ Infrastruktur blicken, wie man erfährt. Man profitiere dabei etwa vom Boom mit künstlicher Intelligenz (KI). Auch würden immer mehr Rechenzentren gebaut und die Stromnetze im Zusammenhang mit der Energiewende erweitert. Ebenso lief das Softwaregeschäft zuletzt gut, wie es heißt. Letzteres will Siemens mit einer milliardenschweren Übernahme des US-Unternehmens Altair ausbauen. Der Zukauf, der für die zweite Hälfte des Kalenderjahres 2025 erwartet wird, soll sich ab dem zweiten Jahr positiv auf das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten auswirken. Der Konzernchef Roland Busch erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Umsatzplus von vier bis acht Prozent.

Die Fabrikautomation ist das Siemens-Sorgenkind

Anders sieht es hingegen in der Fabrikautomation aus. Denn diesen Sektor bremst die schwierige wirtschaftliche Lage in Europa und China aus. Speziell in Schlüsselbranchen wie dem Maschinenbau oder der Automobilproduktion bleibt das Investitionsklima schlecht, wie Siemens bei den Zahlen zum dritten Quartal beklagte. Die Erholung werde demnach länger dauern als angenommen. Der Abbau der vollen Lager der Kunden zieht sich hin, was insbesondere für China gilt. Auch führt die dadurch steigende Wettbewerbsintensität zu Preisdruck in der Region. Die Medizintechniktochter Siemens Healthineers steuert wiederum mehr zum Gewinn bei als im letzten Jahr, wie Siemens anmerkt.

Das denken die Analysten über die Siemens-Entwicklung

Marktbeobachter rechnen allerdings für das Schlussquartal mit keiner Aufhellung der Geschäfte. Für die Sparte Digital Industries (DI), die die Fabrikautomatisierung enthält, erwartet man, dass der Umsatz auf vergleichbarer Basis um ein Fünftel gesunken sein dürfte. Der Gewinn dort sollte sich auch mehr als halbiert haben. Mehr Umsatz und Ergebnis einstreichen soll erneut die Sparte Smart Infrastructure. Im Rahmen eines von Siemens bereitgestellten Konsens erwarten die Analysten auf vergleichbarer Basis einen Anstieg des Konzernumsatzes von 1,4 Prozent (auf rund 20,8 Milliarden Euro). Das Ergebnis des industriellen Geschäfts dürfte wegen der Probleme bei Digital Industries von etwa 3,36 Milliarden im Vorjahr auf 3 Milliarden Euro fallen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2023/24 zeigen sich die Analysten mit einem erwarteten vergleichbaren Umsatzplus von 2,6 Prozent auf 75,9 Milliarden Euro eher zurückhaltend. Der Gewinn nach Steuern soll von 8,5 auf 8,7 Milliarden steigen. Beim Ergebnis pro Aktie vor bestimmten Kaufpreisefffekten rechnen sie mit einem Anstieg auf 11,07 Euro.

(ID:50237229)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung