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Eine Weiterentwicklung wurde im Produktbereich Hauser-Koordinatenschleifen in Biel realisiert: ein neuer Schleifkopf für die Baureihen 45 und 55. Die Entwicklung zielt in Richtung markanter Produktivitätssteigerung wie auch signifikanter Steigerung der erreichbaren Bearbeitungsgenauigkeit. Gleichzeitig wird die Fähigkeit der hochgenauen Hartbearbeitung durch Schleifen ergänzt mit erweiterten Möglichkeiten zum Feinfräsen, analog dem HSC-Fräsen.
Größere Zerspanleistung beim Koordinatenschleifen mit guter Oberfläche
Realisiert wurde dabei unter Verwendung von Linearmotoren eine Z-Achse mit hochdynamischer Oszillationsfähigkeit,. Die C-Achse ist ausgelegt als hydrostatikgelagerte Achse, welche die Fähigkeit für hochpräzises Planetarschleifen im Submikron-Rundheitsbereich ermöglicht. Die neuartige Auslegung der U-Achse weist zudem eine große Verfahrkapazität auf. Höchste Beachtung wurde auch der Verhinderung von thermischen Dehnungseffekten geschenkt, um folglich die angestrebten Präzisionssteigerungen auch tatsächlich umzusetzen.
Insgesamt ergibt sich aus diesem neuen Lösungsansatz eine bisher beim Koordinatenschleifen nicht übliche, hohe Systemsteifigkeit, woraus eine Reihe von deutlichen Fortschritten resultiert: markante Steigerung des Leistungsvermögens, neue Einsatzkombinationen mit Schleifen und Hartfräsen, ausgeprägte Präzisionssteigerungen im Bezug auf erreichbare Bohrungsrundheiten sowie bisher nicht denkbare Automatisierungsmöglichkeiten und Varianten beim Bohrungsschleifen, beim Formenschleifen, beim Profilschleifen und bei Konischbearbeitungen aller Art.
Trend geht zu effizienteren Rundschleifmaschinen
Antonio Bottazzo, Verkaufsleiter Deutschland, Österreich, Schweiz der Fritz Studer AG im schweizerischen Thun, nennt als die derzeit wichtigsten Trends und Entwicklungen bei Rundschleifmaschinen „höhere Präzision, bessere Oberflächenqualität, größere Zerspanungsleistungen – kurz gesagt, effizientere Arbeitsweisen“. Damit bringe der Markt seine laufend steigenden Forderungen an die Wirtschaftlichkeit von Schleifmaschinen auf den Punkt.
Weil „Wirtschaftlichkeit immer wichtiger wird“, investiere Studer in folgende Bearbeitungsarten: Komplettbearbeitung, Kombibearbeitung, einfachere Programmierung und Technologieunterstützung beim Schleifen. Auf der EMO gezeigt werden unter anderem die neuentwickelte Universal-Rundschleifmaschine S41 mit Spitzenweite 1000 und 1600 mm für für komplexe Schleifaufgaben sowie die Kombibearbeitungsmaschine S242 für Schleif- und Drehbearbeitung. Seine Messeerwartungen umreißt Verkaufsleiter Bottazzo so: „Wir wollen mindestens gleich viele Besucher wie 2007 begrüßen dürfen und erhoffen uns eine Bestätigung des Aufwärtstrends. Natürlich wollen wir auch Kundeninteresse an unseren Neuentwicklungen wecken.“
Minimierte Nebenzeiten reduzieren die Zykluszeiten beim Schleifen
Die neue CNC-Universal-Rundschleifmaschine S41 schleift mit wesentlich höherer Präzision und gleichzeitig erheblich größerer Zerspanleistung. Außerdem sind die Längs- und Querachse sowie die Schwenkachse für den Schleifspindelstock mit elektrischen Direktantrieben ausgerüstet, die die Arbeitspositionen schneller und exakter anfahren. Durch die Einsparung von Nebenzeiten verkürzt die Maschine die Zykluszeiten des Schleifprozesses erheblich.
Die Schwenkbewegung des Revolver-Schleifspindelstocks (B-Achse) erfolgt durch einen Direktantrieb. Er schwenkt den Revolver-Schleifspindelstock etwa dreimal schneller und positioniert die jeweils neu zum Eingriff kommenden Schleifscheiben in wesentlich kürzerer Zeit mit einer Positionierstreubreite < 1". Bis zu vier Außenschleifscheiben oder drei Innenschleifspindeln ermöglichen über 30 Schleifkopf-Kombinationen.
Die Schleifscheiben werden nicht mehr von Riemenantrieben, sondern nur noch von Motorspindeln angetrieben. Die Maschine lässt sich auch mit Motorspindeln für das Hochgeschwindigkeitsschleifen (HSG) ausrüsten. Es können Innenschleifspindeln mit Drehzahlen von 6000 bis 120.000 min-1 eingesetzt werden. Automatische Auswuchtsysteme und Frequenzumformer für jede Außenschleifspindel ermöglichen es, den Schleifprozess gezielt auf die jeweiligen Einsatzbedingungen abzustimmen. Die elektronische Anschlifferkennung trägt als komfortable Arbeitserleichterung ebenfalls zur Erhöhung der Präzision und Verkürzung der Nebenzeiten bei.
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