Zigtausende dabei Beratungsaktion bei Thyssenkrupp legt Produktion lahm

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Beim deutschen Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel hat gestern eine Beratungsaktion wegen anstehender Veränderungen für größere Menschenansammlungen gesorgt, so die dpa.

Bei allem Thyssenkrupp-Standorten war was los! Der Thyssenkrupp-Betriebsrat hatte eine Beratungsaktion durchgeführt, weil die Stahlsparte des Konzerns vor einer umfassenden Umstrukturierung steht, die für Gerüchte und Unsicherheit bei der Belegschaft sorgt.(Bild:  F. Derleth)
Bei allem Thyssenkrupp-Standorten war was los! Der Thyssenkrupp-Betriebsrat hatte eine Beratungsaktion durchgeführt, weil die Stahlsparte des Konzerns vor einer umfassenden Umstrukturierung steht, die für Gerüchte und Unsicherheit bei der Belegschaft sorgt.
(Bild: F. Derleth)

Nach Angaben des Geschäftsführers des Thyssenkrupp-Gesamtbetriebsrats, Dzenan Kurspahic, informierten die Betriebsräte gestern an allen Standorten des Stahlkonzerns über die aktuelle Lage des Unternehmens, dem bekanntlich ein großer Umbau bevorsteht. Mehrere tausend Beschäftigte hätten sich das nicht entgehen lassen. In der Folge kam es dadurch aber auch zu Produktionsstörungen und -stillständen. In Duisburg, wo allein 13.000 der insgesamt 27.000 Beschäftigten der Stahlsparte ihren Arbeitsplatz haben, richtete der Betriebsrat an sieben Werkstoren mobile Betriebsratsbüros ein, wie es weiter heißt. An drei Stellen kam es wegen großen Andrangs zu Verkehrsstörungen. Die Polizei berichtete von insgesamt 350 bis 400 Teilnehmern, die sich außerhalb der Tore auf der Straße aufhielten. Ein Sprecher sprach von einer Versammlung.

Angst vor der Verselbstständigung der Stahlsparte geht um

Der Hintergrund für die Aktion ist der Streit um die Neuaufstellung der Thyssenkrupp-Stahlsparte. Der unter der Konjunkturschwäche und asiatischen Billigimporten leidende Bereich soll nämlich verselbstständigt werden, um finanziell auf eigenen Füßen stehen zu können. Dafür ist aber unter anderem ein Abbau der Stahlerzeugungskapazitäten in Duisburg geplant, der auch mit einem Stellenabbau verbunden sein wird. Strittig bei diesem Plan sei vor allem die finanzielle Ausstattung durch den Mutterkonzern.

Konzern bezeichnet Stellenabbaugerüchte als reine Spekulation

Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet laut einem kürzlich veröffentlichten Flugblatt eine Halbierung der bisherigen Produktionskapazitäten. Wenn das passiere, könnten über 10.000 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen. Die Konzernzentrale hatte diese Gefahr allerdings zurückgewiesen und als Spekulation bezeichnet. Die Thyssenkrupp-Entscheider befürchten, dass mit solchen Behauptungen nur unnötigerweise Ängste und Befürchtungen bei den Mitarbeitenden geschürt werden.

(ID:50139223)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung