U-Boot-Werft Bund prüft Einstieg bei Thyssenkrupp Marine Systems

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bei einem Besuch in Kiel erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), dass ein Einstieg bei dem Unternehmen erwägt wird.

Thyssenkrupp Marine Systems eröffnete am Dienstag eine neue Werft. Hier sollen U-Boote des Typs 212CD hergestellt werden.(Bild:  Thyssenkrupp Marine Systems)
Thyssenkrupp Marine Systems eröffnete am Dienstag eine neue Werft. Hier sollen U-Boote des Typs 212CD hergestellt werden.
(Bild: Thyssenkrupp Marine Systems)

Die Bundesregierung erwägt einen Einstieg bei der Kieler U-Boot-Werft Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). „Wir überlegen das“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag am Rande eines Besuchs in Kiel. Die Bundesregierung prüfe einen Einstieg, diese Überlegungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen. Das werde mindestens bis Ende des Jahres dauern. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Erwägungen des Bundes berichtet.

Das zum Essener Industriekonzern Thyssenkrupp zugehörige Marine-Unternehmen TKMS will eigenständig werden. TKMS-Chef Oliver Burkhard hatte der Deutschen Presse-Agentur zuvor gesagt, „eine verselbstständigte Marine Systems ist ein besserer Weg nach vorne: für Thyssenkrupp, TKMS, für unsere Kunden, für Berlin und damit für Deutschland“. Das Unternehmen beschäftigt allein in Kiel derzeit rund 3.100 Menschen. Dem Vernehmen nach scheinen mehrere Varianten möglich: Der Einstieg von Fremdkapitalgebern (Private Equity), ein Börsengang oder Teilbörsengang und/oder ein Einstieg des Staates.

Am Dienstag hat auf der Werft mit einer feierlichen Zeremonie der Bau von neuen U-Booten für die deutsche und die norwegische Marine begonnen. Deutschland hat zunächst zwei neue Boote bestellt, Norwegen bereits vier. Deutschland hat eine Kaufoption für vier bis sechs weitere.

„Dass wir wollen, steht außer Frage“, sagte Pistorius. Es sei eine Frage der zeitlichen Staffelung. In den nächsten ein bis zwei Jahren werde eine Entscheidung fallen. Nach dpa-Informationen hat der Auftrag über die sechs bestellten Boote für Deutschland und Norwegen ein Volumen von rund 5,5 Milliarden Euro.

(ID:49697291)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung