Luftfilter Billiger Luftfilter führt zu teurem Desaster
Wer Investitionsgüter kauft, muss genau hinschauen: Auch die Qualität muss in die Kalkulation einbezogen werden. „Ein vermeintlich günstiger Preis wird schnell zum Bumerang, wie bei unserer Luftfilteranlage, die mehr Probleme verursachte als löste“, sagt Sebastian Lorsbach, Betriebsleiter der Lorsbach Werkzeug- und Maschinenbau GmbH.
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Bei der Investitionsgüterbeschaffung zählen die Anschaffungskosten zu den ausschlaggebenden Kriterien bei einer Kaufentscheidung. Ein niedriger Kaufpreis belastet das Budget zwar kurzfristig weniger, allerdings müssen Folgekosten wie Energie, Instandhaltung oder Ersatzteile berücksichtigt werden, durch die die Gesamtkosten der Investition (Total Cost of Ownership) erheblich steigen können. Zudem sind Produkt- und Servicequalität des Herstellers von großer Bedeutung.
Billiger Luftfilter-Anbieter von Anfang an mit schlechtem Service
Wenn es um betriebliche Investitionen und Anschaffungen geht, ist also eine umfassende Betrachtung der Gesamtkosten entscheidend. „Bei der Suche nach einer Luftfilteranlage haben wir genau an dieser Stelle den Fehler gemacht und uns von dem im Vergleich scheinbar günstigsten Angebot blenden lassen, ohne mögliche Folgekosten ausreichend zu berücksichtigen“, blickt Lorsbach zurück.
Beispielsweise fand eine detaillierte Analyse der Lorsbach-spezifischen Maschinensituation durch den Anbieter nicht statt, eine Überprüfung der Servicekompetenz oder der in den Verkaufsunterlagen dargestellten Produktqualität wurde versäumt. „Schnell mussten wir dann feststellen, dass die Versprechungen des Herstellers vor dem Kauf mit dem Verhalten nach dem Kauf nicht übereinstimmten.“
Luftfilter muss Ölnebel in den Griff bekommen
Das Familienunternehmen spezialisiert auf viele Produkte für den Werkzeug-, Anlagen- und Maschinenbau. Mit Inbetriebnahme von neuen CNC-gesteuerten Maschinen wie einer CNC-Drehmaschine Mazak Quick Turn Nexus 450-II konnten sowohl Bearbeitungsmöglichkeiten als auch Effizienz in der Fertigung bei Lorsbach gesteigert werden. Die hohen Drehzahlen beim Bearbeiten der Werkstücke in der neuen Fertigungsumgebung und die dadurch notwendig gewordene Erhöhung der Kühlschmierstoffmenge führten in der Werkshalle zu einer stärkeren Belastung der Luft mit Schadstoffen und dadurch zu erheblichen Risiken für Mensch und Maschine.
„Vernebelungen in der Halle stiegen stark an, der Ölnebel schlug sich an Maschinen und Einrichtungen nieder, unsere Mitarbeiter klagten über gesundheitliche Beeinträchtigungen. Um unserer Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber und dem Bestandschutz unseres Maschinenparks gerecht zu werden, haben wir uns für den Einsatz einer Luftfilteranlage entschieden mit dem Ziel, die Luftverunreinigungen in den Griff zu bekommen“, so Sebastian Lorsbach.
Luftfilter macht schnell Probleme
Allerdings traten schon nach wenigen Wochen erste Probleme mit der Luftfilteranlage auf - der Abscheidegrad entsprach von Beginn an nicht den Erwartungen und verschlechterte sich zunehmend. Bei der Ursachenforschung fiel auf, dass entgegen der vom Hersteller versprochenen Langlebigkeit die Filtereinsätze bereits zugesetzt und gesättigt waren.
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