Auch Bio schützt und isoliert Bio-Hochleistungs-Kunststoff macht Elektroindustrie nachhaltiger

Quelle: Fraunhofer Umsicht 1 min Lesedauer

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Kunststoffe, die im Rahmen der Elektrotechnik eingesetzt werden sollen, müssen nicht nur gut isolieren sondern auch flammwidrig sein und mechanisch robust. Das klappt jetzt auch mit einem Bio-Polymer.

Hier wird an einem typischen Probekörper aus biobasiertem Hochleistungs-Kunststoff der Brennbarkeitstest am Fraunhofer Umsicht vorgenommen. Es handelt sich um eine Alternative aus Polymilchsäure (PLA), die mehr Nachhaltigkeit in den Elektronik- und Elektrosektor bringen kann.(Bild:  Umsicht)
Hier wird an einem typischen Probekörper aus biobasiertem Hochleistungs-Kunststoff der Brennbarkeitstest am Fraunhofer Umsicht vorgenommen. Es handelt sich um eine Alternative aus Polymilchsäure (PLA), die mehr Nachhaltigkeit in den Elektronik- und Elektrosektor bringen kann.
(Bild: Umsicht)

In Deutschland werden jährlich rund eine Million Tonnen an Kunststoffen im Elektro- und Elektronikbereich verarbeitet. Der Großteil gehört derzeit Polyamiden (PA) und Polycarbonaten (PC), die auf fossilen Rohstoffen basieren, wie das Fraunhofer-Institut für Umwelt, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) sagt. Aber Rezyklate finde man selten. Eine biobasierte Kunststoffalternative könnte aber enorm dazu beitragen, die CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen, so die Meinung der Forscher aus Oberhausen. Die großen Herausforderungen seien es aber, biobasierte Kunststoffe mit spezifischen, sich gegenseitig beeinflussenden Funktionen, auszustatten, sie für technische Anwendungen weiterzuentwickeln und sie für das konventionelle Spritzgießen wirtschaftlich kompatibel zu machen. Polymilchsäure (PLA) wäre so eine Alternative, die im Projekt „HighTechPLA“ dafür unter die Lupe genommen wurde ...

So will man die biobasierte PA- und PC-Alternative marktreif machen

Das Umsicht-Projektteam entwickelt dabei einen Hochleistungs-Kunststoff auf Basis von PLA für elektronische Bauteile. Das beteiligte Konsortium vereint dazu Expertisen aus Forschung und Industrie. Und zwar aus den Bereichen Werkstoffentwicklung, Spritzguss und Produktionsentwicklung. Das Ziel ist es demnach zunächst, ein tiefgreifendes Verständnis der strukturelle Eigenschaftsbeziehungen in PLA-Compounds zu erreichen, um so Zielkonflikte zwischen Kristallisationsverhalten, Schlagzähigkeit und Flammschutz systematisch zu lösen, wie die Forscher erklären. Schließlich soll ein sogenanntes Struktureigenschaftsmodell dazu herangezogen werden, um Rezepturen für Compounds und Verarbeitungsprozesse zu simulieren. Das Ganze soll dann für die Praxis der Kunststoffverarbeitung validiert werden. Dabei will man erreichen, dass die Spritzgusszyklen im Rahmen derjenigen bleiben, wie sie von konventionellem PA oder PC bekannt sind. Möglichst schnell will man auch die Marktreife erreichen, wie es abschließend heißt.

(Das Forschungsprojekt wird im Auftrag und aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Im Team sind auch die Partner Fkur Kunststoff, Georg Schlegel, Bodo Ehmann, Werner Langer und LED Linear).

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