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Wie sieht die Roadmap bis 2013 aus?
Klos: Wir haben mit der Auslieferung für die Standorte Wolfsburg, Zwickau und das spanische Martorell bereits begonnen und bis Ende dieses Jahres werden über 2000 Roboter beim Kunden eintreffen. Seitens Fanuc werden wir alles tun, um die reibungslose Auslieferung und die Anläufe an den jeweiligen Standorten zu gewährleisten. Da wir als Organisation europaweit sehr eng verzahnt sind, haben wir entsprechend viele Möglichkeiten, sowohl zentral als auch lokal in den einzelnen Ländern entsprechenden Support zu bieten.
Welchen Stellenwert hat dieser Auftrag für Fanuc als japanisches Unternehmen?
Klos: Dieser Auftrag ist – soweit wir wissen – der größte Auftrag eines europäischen OEM, der jemals an einen japanischen Hersteller von Betriebsmitteln vergeben wurde. Darüber freuen wir uns sehr, denn dieses Vertrauen in einem Hochtechnologieland wie Deutschland zu gewinnen, das durchaus eigene Ressourcen hat, ist eine Leistung, auf die man stolz sein kann.
Wie schätzen Sie zukünftig die Bedeutung der Automobilindustrie als Roboterabnehmer ein?
Klos: Die Automobilindustrie wird in den nächsten Jahren der Volumenabnehmer für Roboter bleiben. Neue Herausforderungen, vor denen die Automobilindustrie steht, erfordern große Investitionen in Betriebsmittel. Denken wir nur an elektrogetriebene Fahrzeuge, die ganz andere Produktionslinienkonzepte erfordern. Viele Techniken, zum Beispiel Feldbussysteme oder das immer wichtiger werdende Thema Energieeffizienz, werden von der Automobilindustrie vorangetrieben. Der boomende Einsatz von Robotern in der allgemeinen Industrie – vieles davon in ganz neuen Anwendungsbereichen, die es zu erschließen gilt – wird technisch und preislich von Roboterherstellern profitieren, die sich im Automobilgeschäft engagieren.
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