Windkraftanlagen Bis zu 100 m lange Rotorblätter bei Epoxidharzen im Entwicklungsfokus

Autor / Redakteur: Nastassja Rothe / Josef-Martin Kraus

Jüngste Systementwicklungen bei Epoxidharzen sorgen dafür, dass der Trend zu größeren Windkraftanlagen weiterhin starke Brisen erfährt. So hat die Entwicklung von 70 bis 80 m langen Rotorblätter bereits begonnen. Eine Blattlänge bis 100 m hält man für zukünftige Offshore-Anwendungen für realistisch.

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Für die Rotorblattherstellung wurden Epoxidharzsysteme entwickelt, die in unterschiedlichen Verfahren verarbeiten lassen, etwa im Infusions- und Pregregverfahren.
Für die Rotorblattherstellung wurden Epoxidharzsysteme entwickelt, die in unterschiedlichen Verfahren verarbeiten lassen, etwa im Infusions- und Pregregverfahren.
(Bild: Huntsman)

Was für die Hersteller von Windkraftanlagen eine Phase des schnellen Wachstums bedeutet, ist für Werkstoffe zur Rotorblattfertigung technisch und qualitätsbezogen eine Herausforderung. Die Ursache dafür liegt in den steigenden Erwartungen an die Energieerzeugung aus Windkraft. Sie haben dazu geführt, dass die Windkrafträder immer größer werden. Das gilt insbesondere im Offshore-Bereich.

Der Trend hin zu größeren Windanlagen mit höherer Megawatt-Leistung erfordert auch größere Rotorblätter. Die größeren Blätter erhöhen die windbestrichene Fläche wodurch mehr Energie gewonnen werden kann. Rotorblätter mit einer Länge von über 50 m erlangen derzeit einen immer größeren Marktanteil und Rotorblätter mit einer Länge von 60 m werden künftig noch verbreiteter sein. Die Entwicklung von 70 bis 80 m langen Blättern hat bereits begonnen und auch 100 m lange Blätter werden für Offshore-Anwendungen in Erwägung gezogen.

Mit der Blattgröße werden Formenbau und Blattdesign komplexer

Die größeren Blätter erfordern sowohl komplexere Werkzeuge als auch komplexere Designs und führen dadurch zu längeren Produktionszeiten und höheren Verarbeitungskosten. Sie verursachen auch eine größere Belastung für die mechanischen Bauteile und die Getriebeteile der Turbine. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren konzentrieren sich die Hersteller sehr stark auf die Erhöhung der Leistung von Windkraftanlagen.

Ziel ist es, durch Vergrößerung der Rotorblätter leistungsspezifisch das Blattgewicht und die Blattkosten zu senken. Das setzt Innovationen in den Bereichen Herstellung und Materialien voraus. Die Entwicklung leistungsfähigerer Materialien, die sich kosteneffizient verarbeiten lassen, ist für Huntsman Advanced Materials ein Schlüsselbereich.

Expoxidharze bieten Rationalisierungsmöglichkeiten

Der Materialspezialist Huntsman investiert verstärkt in diese Marktentwicklungen. So entstanden Epoxidharzsysteme für den Formenbau und die Herstellung von Rotorblättern. Sie wurden unter dem Namen Araldite am Markt eingeführt und sind vom Germanischen Lloyd (GL) zugelassen.

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