Relativ stabil Zölle und maues China-Geschäft belasten BMW

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US-Einfuhrzölle auf Autos, Stahl und Aluminium sowie der schrumpfende Absatz in China belasten die BMW-Geschäfte, doch es könnte schlimmer sein ...

Hier blickt der bayerische Autokonzern BMW auf den Verlauf von 2025: Zäher liefen die Geschäfte wegen der US-Zölle und wegen des schwächelnden China-Absatzes ...(Bild:  BMW)
Hier blickt der bayerische Autokonzern BMW auf den Verlauf von 2025: Zäher liefen die Geschäfte wegen der US-Zölle und wegen des schwächelnden China-Absatzes ...
(Bild: BMW)

Aktuell kämpft BMW (wie auch die anderen deutschen Fahrzeughersteller) mit erhöhten US-Einfuhrzöllen auf Autos sowie auf Stahl und Aluminium. Hinzu kommt das schwächelnde Geschäft im einstigen Wachstumsmarkt China, das seine negativen Spuren in die BMW-Bilanz drückte. Die Bayern haben deshalb im Oktober ihre Jahresprognosen nach unten korrigiert. Die Absatzentwicklung in der Volksrepublik fiel nämlich schwächer aus als zunächst erhofft. Auch unterstützt BMW seine Händler in China finanziell. Der BMW-Finanzchef Walter Mertl rechnete seitdem in puncto Profitabilitätskennzahl, der operativen Marge (Ebit-Marge) in der Autosparte, für das Gesamtjahr mit einer Bandbreite von fünf bis sechs Prozent. Das Vorsteuerergebnis 2025 lag zuletzt leicht unter dem Vorjahresniveau, in dem BMW rund elf Milliarden Euro erwirtschaftete. Das Jahr 2024 hatte BMW unter anderem Probleme mit einem zugelieferten Bremssystem eingebrockt und dabei das China-Geschäft belastet.

BMW lieferte 2025 mehr Autos aus

Der freie Finanzmittelzufluss (Free Cashflow) im Autosegment soll laut BMW-Management 2025 über 2,5 Milliarden Euro betragen. Und eingeplante Zollrückerstattungen im hohen 3-stelligen Millionenbereich von den amerikanischen und deutschen Zollbehörden kommen nämlich erst in diesem Jahr zu tragen. BMW lieferte 2025 mit 2,46 Millionen Autos ein halbes Prozent mehr an seine Kunden aus als im Vorjahr. Vor allem die Verkäufe in Europa und den USA (aber auch die Tochtermarke Mini) bewahrten die Münchener vor einem weiteren Jahr mit schrumpfenden Auslieferungen. Bei der Kernmarke BMW gab es allerdings einen Rückgang um 1,4 Prozent (auf 2,17 Millionen Autos). China drückte weiter deutlich auf die Zahlen.

US-Werk und Preispolitik halfen BMW

Dass BMW im Gesamtjahr auch in den USA zulegen konnte, überrasche laut Expertenansicht auf den ersten Blick. Schließlich plagen dort bekanntlich die erhöhten Zölle auf Fahrzeugimporte aus Europa. Allerdings profitiere BMW von seinem großen US-Werk in Spartanburg, das grob die Hälfte der in den USA verkauften BMW-Modelle herstellt. Zusätzlich gab der Konzern die Belastung durch die Zölle praktisch nicht über höhere Preise an Kunden weiter, was zwar die Absatzchancen erhöht, allerdings auf die Margen drückt.

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