Tragflächen-Trouble Boeing bricht Testflüge des Modells 777-X wegen Schäden ab

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Boeing hat mit diversen Pannen in der Produktion bisher viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Jetzt gibt es auch noch Schwierigkeiten beim neuen Langstreckenjet, meldet die dpa.

Die eh schon verzögerte Einführung der neuen Boeing 777-X wird nun durch einen weiteren Dämpfer für den Konzern weiter behindert. Denn bei Testflügen ergaben sich Probleme an Triebwerk-Tragflächen-Verbindungen. Doch da sei leider noch mehr nicht in Ordnung ...(Bild:  Aviationfreaks)
Die eh schon verzögerte Einführung der neuen Boeing 777-X wird nun durch einen weiteren Dämpfer für den Konzern weiter behindert. Denn bei Testflügen ergaben sich Probleme an Triebwerk-Tragflächen-Verbindungen. Doch da sei leider noch mehr nicht in Ordnung ...
(Bild: Aviationfreaks)

Boeing hat jetzt ein neues Problem am Hals. Denn der Flugzeugbauer setzt Testflüge des bereits um Jahre verspäteten Modells 777-9 nach Schäden an der Verbindung zwischen Triebwerk und Tragflächen aus, wie jetzt bekannt wurde. Bei einer planmäßigen Inspektion ist nämlich festgestellt worden, dass ein Bauteil sich nicht wie vorgesehen verhalten hat, teilte der Konzern mit. Die Branchen-Website The Air Current hatte zuvor über das Problem berichtet. Davor habe die Maschine einen über fünfstündigen Flug aus Hawaii absolviert. Bei weiteren 777-9-Maschinen der Testflotte sollen außerdem Risse an dem Bauteil festgestellt worden. Diese Information soll von gut informierten Personen gekommen sein.

Details zu den Problemen hört man keine

Boeing ging auf diese Details nicht ein. Doch man betont, dass in nächster Zeit ohnehin keine Flüge mit den anderen Testmaschinen geplant sind. Das betroffene Bauteil werde nur in der 777-9 verwendet. Die US-Luftverkehrsaufsicht FAA sei außerdem bereits unterrichtet worden. Der Flugzeugbau-Konzern hatte die 777-X als Nachfolgemodell des viel benutzten Typs 777 bereits 2013 vorgestellt. Ursprünglich sollte die Maschine 2020 in Dienst gehen. Zuletzt verschob Boeing den Termin auf 2025. Die 777-9 ist als größere Variante des Flugzeugtyps gedacht. Boeing warte aktuell auch noch auf die Zulassung neuer Varianten seines Mittelstrecken-Jets 737 Max.

Boeing-Pilot auf unerwartetem Schleudersitz

Nahezu zeitgleich mit Bekanntwerden der 777-X-Probleme ordnete die FAA eine Überprüfung der Pilotensitze bei Maschinen des Typs 787 Dreamliner an. Der Auslöser für diese Untersuchungsforderung war ein Zwischenfall im März, bei dem ein Pilot von seinem Sitz ins Steuer geschubst wurde und dabei ein rapider Sinkflug ausgelöst wurde, wie man erfährt. Mehrere Menschen an Bord wurden dabei verletzt. Danach hat Boeing viele weitere Zwischenfälle mit unkontrollierten Bewegungen der Pilotensitze gemeldet, teilte die FAA mit. Zumindest bei zwei davon sei die Abnutzung von Bauteilen der Sitze als Grund festgestellt worden. Die Überprüfung werde angeordnet, weil es das Problem auch in anderen Flugzeugen des Typs geben könnte.

(ID:50136337)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung