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Bogenelemente mit flexiblen Radien und Bogenlängen
Die Suche nach der richtigen Bogenführung führte den Konstrukteur Rainer Nuding von Hinterkopf zu Rollon. In vorherigen Projekten hatte das Unternehmen bereits vereinzelt Führungen von Rollon eingesetzt und so ergab sich das Gespräch. Vorschläge anderer Anbieter konnten Nuding aus verschiedenen Gründen nicht überzeugen: „Viele bieten Bogenelemente nur mit festen Radien und Bogenlängen an. Die Führung muss dann aus Teilstücken zusammengesetzt werden, das kam für unsere Anforderung an die Laufruhe von vornherein nicht infrage.“
Nach Abklärung der Sachverhalte und der Problemlage wurde die Bogenführung Curviline von Rollon (Bild 1) am Dachblech der Grundmaschine H 240 (Bild 2) verschraubt; die beiden beweglichen Scheiben sind an je zwei Laufwagen befestigt (Bild 3). Verwendet wird die stabilere der beiden verfügbaren Curviline-Schienen mit 23 mm Breite. Die Laufwagen sind 89,5 mm breit und 36,4 mm hoch. Jeder Laufwagen trägt eine Last in axialer Richtung bis 1130 N. Die gestreckte Länge der Schiene beträgt 3,20 m. Sie ist in einem Winkel von 187,5° gebogen, um den Radius von knapp 1000 mm zu erreichen.
„Obwohl wir kaum mehr als 20 bis 30 Maschinen vom Typ H 240 im Jahr produzieren und damit keine riesigen Stückzahlen abnehmen, hat Rollon die Schiene mit dem gewünschten Radius in der benötigten Länge nach unseren Vorgaben hergestellt“, sagt Nuding. Diese Flexibilität betrachtet er als ein echtes Plus. Lobend erwähnt er auch, dass sich die Exzenterrollen einstellen lassen und dadurch die Laufruhe zusätzlich optimiert werden kann (Bild 4). Der Reibwert der verwendeten Rollenzapfen ist aber ohnehin gering und der Lauf entsprechend gleichmäßig.
Lineartechnik-Wissen Voraussetzung für gleichmäßigen Lauf
Als die ersten Grundmaschinen H 240 noch mit der ursprünglichen Eigenlösung der Bogenführung ausgeliefert wurden, stellte sich schnell heraus, dass für den gleichmäßigen Lauf, der eine Grundvoraussetzung für die Sicherungsfunktionen darstellt, Spezialwissen der Lineartechnik erforderlich ist. Es schien auch möglich zu sein, eine neue Lösung in die bestehenden Anlagen hineinzukonstruieren. Da unter der Dachabdeckung neben der Führung für die Glastüren auch alle Schläuche und Kabel der Maschine untergebracht sind, musste die Führung jedoch mit dem vorgegebenen, minimalen Platz auskommen (Bild 5).
Dass sich die bereits ausgelieferten Anlagen mit der neuen Führung nachrüsten lassen, war für Nuding ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für die Curviline-Bogenführung, die nun die gerundeten Verkleidungen mit Echtglasscheiben unterstützt, die zu einem Kennzeichen einer neuen Maschinengeneration von Hinterkopf geworden sind. Im Fall der Grundmaschine H 240 ist Nuding mit der Curviline-Lösung rundum zufrieden. Die Sicherheit im Hinblick auf die Türelemente sei gewährleistet. Gut hat ihm auch gefallen, dass Rollon eine gründliche technische Prüfung vorgenommen hat, bevor die Schiene angeboten wurde. „Dadurch konnten wir hinsichtlich der Belastung sicher planen.“ Vor allem aber die Flexibilität von Rollon, die Schiene nach Zeichnung zu fertigen, hat laut Nuding zu einer optimalen Lösung geführt.
* Klaus-J. Hermes ist Marketingleiter der Rollon GmbH in 40589 Düsseldorf
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