Honen

Bohren und Honen im Doppelpack verkürzt die Durchlaufzeiten

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Messvorrichtung übernimmt zentrale Rolle für das Zusammenspiel von Bohren und Honen

Eine zentrale Funktion für das Zusammenspiel von Bohren und Honen übernimmt dabei eine Messvorrichtung, die von Nagel in die HSH-Station integriert wurde. Sie sorgt für die steuerungstechnische Verknüpfung der Bearbeitungskette, indem sie das Bohrungsmaß an die vorausgehende Semifinish-Bohrstation zurückmeldet.

Auf diese Weise kann die Anlage den Verschleiß an den Schneiden des Bohrwerkzeugs automatisch kompensieren. Nach bisherigem Stand der Technik folgte im Anschluss an das Semifinishbohren und das nun wegfallende Finishbohren meistens eine separate Messstation; diese wird im Borehone-Konzept ebenfalls überflüssig.

Hoher Materialabtrag ohne Qualitätseinbußen

Wichtig ist, dass der hohe Materialabtrag beim HSH nichts an der Qualität ändert. Mit dem Hochgeschwindigkeitshonen werden dieselben Oberflächenqualitäten und Formgenauigkeiten wie mit dem herkömmlichen Honen erzeugt. Die Technik erfüllt die erwünschte Egalisierungsfunktion für das letztendlich qualitätsbestimmende Basishonen ohne Einschränkung.

Die Liste der Vorteile lässt sich fortsetzen. Das Hochgeschwindigkeitshonen wird dem aktuellen Trend im Motorenbau in Richtung leichte Aggregate aus hochfesten, teilweise beschichteten und damit schwer zerspanbaren Werkstoffen in besonderer Weise gerecht. Konventionelle Werkzeuge verursachen als Folge des Schneidenverschleißes oft unregelmäßige Mikrodeformationen an der Bohrungsoberfläche. Diese Erscheinung gibt es beim Honen nicht, die Schnittverhältnisse bleiben aufgrund des Selbstschärfungseffektes der Honleisten stets dieselben. Insofern gibt es beim Honen auch nicht die Standzeitprobleme wie bei geometrisch definierten Schneiden.

Anordnung als Transferstraße oder als frei verkettete Anlage

Weil die Anwender oft unterschiedliche Philosophien in der Produktion verfolgen, bieten Nagel und Grob zwei Umsetzungsmöglichkeiten für ihr Konzept an: entweder die Anordnung als Transferstraße Borehone-Trans oder als frei verkettete Anlage Borehone-Vario. Für welche Variante sich der Anwender auch entscheidet, er hat es nur mit einem Ansprechpartner zu tun, entweder mit einem Spezialisten von Nagel oder von Grob. Dadurch minimiert sich nicht zuletzt auch der Kommunikationsaufwand für die Abnahme und die Betreuung.

* Richard Läpple ist Fachjournalist, Stephan Schaible ist Vertriebsleiter bei der Nagel Maschinen- und Werkzeugfabrik GmbH in 72622 Nürtingen

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