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Es wurden hartgelötete PKD-VHM-Bohrer mit drei verschiedenen PKD-Sorten und optimierten Schneidengeometrien entwickelt und untersucht. Die Ergebnisse lauten zusammenfassend:
- Durch die 3D-Hartlöttechnik können PKD-Werkzeuge mit variablem Drallwinkel und dadurch großen Freiwinkeln gefertigt werden. Im Vergleich zu PKD-Bohrkrone-Lösungen lassen sich beim 3D-Hartlöten die Werkzeuge schneller und damit günstiger fertigen, da weniger PKD von den Funktionsflächen entfernt werden muss.
- Mit einer optimierten Schneidengeometrie (doppelter Spitzenwinkel, gedrallte Spannuten, Innenkühlung über spiralisierte Kühlkanäle, hohe Freiwinkel) konnten mit den entwickelten PKD-Bohrern gute Bohrungsqualitäten erreicht werden.
- Im Vergleich zu unbeschichteten VHM-Bohrern weisen die PKD-Bohrer eine deutliche längere Standzeit auf.
- Alle untersuchten PKD-Bohrer zeigen das gleiche Verschleißmuster, das mit Mikrorissen in der Spanfläche beginnt und mit Totalausfall durch Eckenausbrüche endet.
- Die PKD-Sorte KD1415 übertrifft G4 und KD 1425 in Bezug auf die Standzeit und eine bessere Bearbeitbarkeit. Deshalb wird sie für diese Anwendung als am geeignetsten angesehen.
MM
* Fabian Rosenberger ist Senior Engineer, Global Grade Development bei der Kennametal Inc., Latrobe, PA 15650 (USA). Dr. Christoph Gey ist dort Vice President Material Science
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