Befürchtungen werden wahr! Bosch führt an zwei Standorten die Kurzarbeit ein

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Wegen fehlender Chips, ausgelöst durch den Streit um Nexperia, droht bei Bosch in den Werken Ansbach und Salzgitter nun Kurzarbeit.

Der Chipmangel durch den Nexperia-Streit zwischen den Niederlanden und China wirkt sich auf deutsche Unternehmen aus. Das Thema Kurzarbeit wird schon nicht mehr nur diskutiert, denn Bosch hat nun für die Standorte Salzgitter und Ansbach (Bild) dieselbe angemeldet.(Bild:  Bosch)
Der Chipmangel durch den Nexperia-Streit zwischen den Niederlanden und China wirkt sich auf deutsche Unternehmen aus. Das Thema Kurzarbeit wird schon nicht mehr nur diskutiert, denn Bosch hat nun für die Standorte Salzgitter und Ansbach (Bild) dieselbe angemeldet.
(Bild: Bosch)

Derzeit priorisiere das Bosch-Management alles, um die Kunden zu bedienen und Produktionseinschränkungen zu vermeiden (oder diese wenigstens so gering wie möglich zu halten). Denn aktuell kommt es demnach in Ansbach und Salzgitter zu Produktionsengpässen, weil Bauteile für elektronische Komponenten fehlen. Dort werden etwa Steuergeräte hergestellt. Der Grund für diese Entscheidung sind die bekannten Lieferprobleme beim Chip-Hersteller Nexperia, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über die eigentlich von einer chinesischen Konzernmutter geführte Firma übernommen hat. China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten wie eben Computerchips.

Maximal könnten 1.050 Bosch-Beschäftige in Kurzarbeit gehen

Um auf den Mangel nun flexibel reagieren zu können, hat Bosch bei der Arbeitsagentur für die beiden oben genannten Standorte Kurzarbeit beantragt. Das bestätigte auch bereits ein Bosch-Sprecher. In Salzgitter könne man diese Regelung bei Bedarf für etwa 300 bis 400 der rund 1.300 Mitarbeiter wirksam werden lassen. In Ansbach könnten im Falle eines Falles rund 650 der etwa 2.500 Beschäftigten in Kurzarbeit gehen. In welchem Umfang Bosch nun in den kommenden Wochen von diesem, wie es heißt, bewährten Instrument namens Kurzarbeit Gebrauch machen will, ergibt sich demnach aus den produktionstechnischen Planungen und der weiteren Entwicklung der Engpasssituation bei Chips. Bosch stehe mit Nexperia im Austausch. Auch denkt Bosch an alternative Quellen für Chips, die aber nicht näher benannt werden.

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