KI-Kooperation Bosch und Microsoft wollen Autos sicherer und bequemer machen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bosch und Microsoft haben eine Kooperation vereinbart, um Autos mithilfe Künstlicher Intelligenz sicherer und bequemer zu machen, wie die dpa meldet.

Bosch gibt bekannt, eine Kooperation mit Microsoft vereinbart zu haben. Das Ziel ist es, generative künstliche Intelligenz so weiterzuentwickeln, dass das Autofahren sicherer und bequemer wird.(Bild:  Bosch)
Bosch gibt bekannt, eine Kooperation mit Microsoft vereinbart zu haben. Das Ziel ist es, generative künstliche Intelligenz so weiterzuentwickeln, dass das Autofahren sicherer und bequemer wird.
(Bild: Bosch)

Die Kooperation zwischen Bosch und Microsoft kündigte jetzt Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, im Rahmen der Hausmesse Bosch Connected World in Berlin an. Nach den Vorstellungen der beiden Konzerne soll künstliche Intelligenz es Fahrzeugen künftig ermöglichen, Situationen richtig einzuschätzen, entsprechend zu reagieren und so Verkehrsteilnehmer damit besser zu schützen.

Tanja Rückert, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung, sprach davon, dass generative KI ein Innovations-Booster ist und deshalb die Industrie verändern kann – ähnlich wie einst die Erfindung des Computers. Mit generativer KI sei eine Variante der KI gemeint, die in der Lage sei, eigenständig neue Inhalte zu erschaffen, die kaum von menschlichen Werken zu unterscheiden seien oder diese sogar überträfen. Generative KI kann außerdem über Sprache bedient werden. KI im Auto könne folglich dabei helfen, ähnlich wie ein erfahrener menschlicher Fahrer, eine Verkehrssituation durch Kontextwissen besser einzuschätzen. Als Beispiel beschrieb Rückert eine bekannte Situation. Die, bei der ein Ball auf die Straße rollt. Die KI, betont sie, rechnet aber damit, dass vermutlich auch ein Kind auf die Straße rennen könnte. Eine gute KI könne den rollenden Ball aber auch von einem Szenario unterscheiden, bei dem nur eine leere Plastiktüte über die Straße geweht werde, damit nicht unnötig eine Vollbremsung stattfinde.

Aktuelle KI-Grenzen für das autonome Fahren erweitern

Bosch erhält mit der Kooperation zum einen Zugriff auf die KI-Technologie des Microsoft-Partners „OpenAI“. Gleichzeitig verfüge der Softwarekonzern aber auch über genügend Rechenkapazitäten, um aufwendige KI-Berechnungen auf Hochleistungsrechnern durchzuführen. Microsoft wiederum könne von der Masse der anonymisierten Daten profitieren, die in den Fahrzeugcomputern von Bosch anfielen. Um die generative KI für die Entwicklung neuer Sicherheitsfeatures und anderer Funktionen zu füttern, dürften sich das Fahrzeugverständnis und die automobilspezifische KI-Expertise von Bosch als ebenso wertvoll erweisen wie der Zugang zu Fahrzeugsensordaten, erklärte Bosch. Aber wenn es darum geht, Systeme für das automatisierte Fahren zu trainieren, kommt KI heute noch schnell an ihre Grenzen, wie die Protagonisten zugeben.

Aktuelle Fahrerassistenzsysteme könnten aber bereits Personen, Tiere, Objekte und Fahrzeuge erkennen. In naher Zukunft könnten sie mithilfe generativer KI aber vielleicht bestimmen, ob in der jeweiligen Situation auch ein Unfall droht. Generative KI trainiert Systeme für automatisiertes Fahren dagegen auf der Grundlage großer Datenmengen, aus denen so verbesserte Erkenntnisse gezogen werden können, wie es abschließend heißt. Microsoft ist übrigens nicht der exklusive Bosch-Partner in dieser Hinsicht. Auch AWS, Google und Aleph Alpha gehören in Sachen KI-Entwicklungen dazu.

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