Zwischen Bangen und Hoffen Deutscher Mittelstand sorgt sich mehr und mehr wegen Asien-Konkurrenz

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Bundeskanzler Friedrich Merz will vor Ort gerade die Beziehungen zu China stärken. Doch es wächst im deutschen Mittelstand dennoch die Sorge vor Konkurrenz aus Fernost, meldet die dpa ...

Jetzt wurde mal wieder die deutschen Mittelständler dazu befragt, wie sie mit der Konkurrenz aus China klarkommen. Eins kann man vorab sagen: Besser ist die Stimmung nicht geworden ...(Bild:  Jing Po)
Jetzt wurde mal wieder die deutschen Mittelständler dazu befragt, wie sie mit der Konkurrenz aus China klarkommen. Eins kann man vorab sagen: Besser ist die Stimmung nicht geworden ...
(Bild: Jing Po)

Fast jeder fünfte (genau 19 Prozent) der 3,9 Millionen hiesigen Mittelständler sieht sich steigendem Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter ausgesetzt. Das jedenfalls offenbare eine Sonderbefragung der staatlichen Förderbank KFW. Die chinesischen Wettbewerber setzen sich dabei aber nicht nur mit günstigen Preisen durch, sondern auch mit einer steigenden Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen – das macht Angst. Besonders betroffen sei die deutsche Industrie. Denn 28 Prozent der Unternehmen spüren nach eigenem Bekunden immer mehr Druck durch Qualitätsprodukte aus China. Rund 34 Prozent sehen sich durch die günstigeren Preise an die Wand gedrückt. Auch der Groß- und Einzelhandel leidet schon seit Herbst letzten Jahres, wie eine frühere Datenerhebung zeigte. Die Angst vor China ist bei denjenigen am größten, die direkte Konkurrenten dort haben oder sehr energieintensiv fertigen müssen.

Das mit China ist aber auch ein Geben und Nehmen

Insgesamt sagen demnach 13 Prozent aller Mittelständler, dass Konkurrenz aus China eine der zentralen Herausforderungen für sie wird. Allerdings profitierten auch viele Mittelständler vom Handel mit China. Denn rund 19 Prozent der KMU nutzten etwa chinesische Importe, um Kosten zu sparen oder ihr eigenes Angebot zu verbessern. Als besonderes Risiko für ihre Konkurrenzfähigkeit betrachtet man die überbordende Bürokratie in Deutschland. Rund 65 Prozent halten sie für problematisch. Danach sorgt man sich wegen der hohen Steuern (60) und der teuren Energie (41), was im Vergleich zu 2023 eine deutliche Zunahme bedeutet. Die deutschen Exporte nach China brachen 2025 laut Statistischen Bundesamt um gut neun Prozent ein, während die Importe aus Fernost kräftig anstiegen. Aber Kanzler Merz will ja jetzt die wirtschaftlichen Beziehungen zu China ausbauen. Was man nicht vergessen darf: China ist nicht zuletzt der wichtigste Handelspartner für Deutschland – noch vor den USA.

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