Staatlich abgeblockt! Die Zippel-Gruppe geht nicht an chinesische Reederei Cosco

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Großreederei Cosco darf das Hamburger Logistikunternehmen Zippel-Gruppe nicht übernehmen, wie die Bundesregierung jetzt entschieden hat ...

Die Zippel-Gruppe bleibt in deutscher Hand! Denn die Bundesregierung hat nun den Verkauf des Löwenanteils dieses Logistikunternehmens an die chinesische Staatsreederei Cosco vom Tisch gewischt.(Bild:  Zippel-Gruppe)
Die Zippel-Gruppe bleibt in deutscher Hand! Denn die Bundesregierung hat nun den Verkauf des Löwenanteils dieses Logistikunternehmens an die chinesische Staatsreederei Cosco vom Tisch gewischt.
(Bild: Zippel-Gruppe)

Nach dem umstrittenen Einstieg der chinesischen Staatsreederei Cosco an einem Terminal im Hamburger Hafen hat die Bundesregierung eine weitere Beteiligung in Deutschland untersagt, was jetzt den Kauf der Zippel-Gruppe verhindert hat. Grund für den angedachten Verkauf war, dass sich Plaß' Geschäftspartner aus dem Unternehmen zurückziehen wollte. Das Bundeswirtschaftsministerium begründete diese Untersagung mit Sicherheitsbedenken. Denn nach Einschätzung der Bundesregierung hätte der Verkauf der Zippel-Gruppe an Cosco Abhängigkeiten von China vertieft und die Stabilität der Lieferketten Deutschlands und der EU gefährdet. Deutschland heiße als größte Volkswirtschaft Europas ausländische Investitionen zwar willkommen, doch gleichzeitig gebe es eben Investitionen, die die Sicherheit des Landes gefährdeten. Die Behörde kündigte auch an, einen sogenannten Untersagungsbescheid zu erlassen. Cosco ist bereits mit 24,99 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort beteiligt. In der Bundesregierung entbrannte 2022 ein heftiger Streit über die Frage, ob eine chinesische Beteiligung erlaubt werden soll. Ursprünglich wollte Cosco 35 Prozent der Anteile übernehmen.

Der Zippel-Chef hätte den Verkauf gern gesehen

Zippel transportiert unter anderem Container und sogenanntes Stückgut – beispielsweise Paletten, Maschinen und Möbel – von den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven zu Industrie- und Handelszentren in Ostdeutschland und ins europäische Ausland, wie es dazu heißt. Hamburg und Bremerhaven sind nicht zuletzt gemessen am Umschlag Deutschlands wichtigste Seehäfen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 350 Mitarbeiter. Nach einem Bericht des Handelsblatts soll Zippel an Terminals in Berlin, Schkopau und Elsterwerda einen Umschlagsanteil zwischen 35 und 90 Prozent haben – wäre damit also ein wichtiger Aspekt für die Versorgung dieser Region. Cosco beabsichtigte, 80 Prozent der Anteile des Logistikers zu kaufen. Zippel-Geschäftsführer Axel Plaß wollte nach eigener Aussage 20 Prozent der Anteile behalten und Geschäftsführer bleiben. Plaß nehme den Beschluss der Regierung zur Kenntnis, hätte sich aber ein anderes Ergebnis gewünscht. Er hält die unternehmerische Entscheidung nach wie vor für richtig. Das Tagesgeschäft laufe unverändert weiter. Von Cosco lag zunächst keine Stellungnahme vor.

(ID:50981329)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung