Kamikaze-Einflüsterer Verteidigungsminister teilt Skepsis zu US-Investor Thiel

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Mit Blick auf den Kauf von sogenannten Kamikaze-Drohnen für die Bundeswehr äußerte auch Boris Pistorius Bedenken, wenn es um de US-Investor Thiel geht ...

Lieber nicht ? Die Drohnen von Stark Defence können auch Kamikaze-Aktionen durchführen. Doch es gibt Bedenken zum Kauf der Systeme durch die Bundeswehr. Denn es könnte sein, dass der US-Investor Thiel zu viel Einfluss auf das Unternehmen haben könnte ...(Bild:  SD)
Lieber nicht ? Die Drohnen von Stark Defence können auch Kamikaze-Aktionen durchführen. Doch es gibt Bedenken zum Kauf der Systeme durch die Bundeswehr. Denn es könnte sein, dass der US-Investor Thiel zu viel Einfluss auf das Unternehmen haben könnte ...
(Bild: SD)

Die Bundeswehr testet Kamikaze-Drohnen, auch als Loiterung Munition (lauernde Munition) bezeichnet. Das sind dann Drohnen, die längere Zeit über dem Zielgebiet kreisen, um dann per menschlichem Befehl zuzuschlagen, wenn sich ein lohnendes Objekt findet. Im Fokus stehen die Hersteller Stark Defence und Helsing. Doch vor der Anschaffung von Kamikaze-Drohnen muss laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zunächst geklärt werden, welchen Einfluss Thiel auf Stark Defence hat. Wenn der Thiel-Einfluss sich auf das operative Geschäft ausstreckt – also Sperrminoritäten in welcher Form auch immer hat – dann redet man über eine andere Qualität, als wenn er im etwa 1-stelligen Prozentbereich Thiel quasi nur Teilhaber ist, so Pistorius bei einem Besuch der Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw.

Thiels Nähe zu Präsident Trump wirft Zweifel auf

Der SPD-Politiker kündigte dabei auch an, dass dem Verteidigungsausschuss bei einer Sitzung in der kommenden Woche Fragen zur Preisgestaltung der Anbieter beantwortet werden. Es gehe um neue Modelle von Verträgen, die mehr Flexibilität ins Spiel brächten. Aus dem Verteidigungsausschuss gibt es nämlich Bedenken gegen einen Einfluss Thiels, der Anteile im 1-stelligen Prozentbereich an Stark Defence hält. Thiel ist außerdem für seine libertären und rechtskonservativen Positionen gekannt. Hinzu kommt die Nähe zu US-Präsident Donald Trump, der liberale Demokratien bekanntlich kritisiert. Die Kamikaze-Drohnen sollen die Bundeswehr in die Lage versetzen, auf dem Gefechtsfeld ein neues Kapitel der Kampfweise aufzuschlagen. Deutschland hinke auch beim Thema Drohnen als Waffe um Jahre hinter der Entwicklung anderer Staaten hinterher. Für Verzögerungen sorgten politische Bedenken, die allem von der SPD und den Grünen in früheren Jahren geäußert wurden.

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