Schleifen Carbon-Schleifträgerkörper sorgen für Produktivitätssprung

Autor / Redakteur: Norbert Asen / Bernhard Kuttkat

Trägerkörper aus Carbon für CBN-Schleifscheiben bieten beim Schleifen drei Vorteile: eine zwei- bis fünffach höhere Dämpfung, deutlich reduziertes Gewicht und eine zulässige Schnittgeschwindigkeit bis 330 m/s. Zusätzlich steigern die höhere Standzeit und längere Abrichtzyklen die Produktivität.

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Die Carbon-Trägerkörper für die CBN-Schleifscheiben Mach Disc (Bild 1) zeichnen sich durch drei wesentliche Produktvorteile für das Schleifen aus und bilden damit ein gänzlich neues Fundament zum Optimieren des Schleifens. Diese drei Produktvorteile führen wiederum zu einer Reihe von individuellen Kundenvorteilen. So ist die Dämpfung um das Zwei- bis Fünffache höher. Das Schleifergebnis wird vielfach durch entstehende Schwingungen beeinflusst und dies wird durch das hohe Dämpfungsvermögen von Composite-Trägerkörper entscheidend optimiert.

Weniger Rattermarken und ein höherer Traganteil

Markant weniger Rattermarken und Welligkeiten sowie ein erhöhter Traganteil, einhergehend mit reduziertem Finish-Aufwand, bilden die qualitativen Vorteile, abgeleitet vom höheren Dämpfungsvermögen. Wirtschaftliche Vorteile zeigen sich besonders in Standzeiterhöhungen um Faktoren von 1,3 bis 4,5. Zusätzlich wird die Produktivität durch längere Abrichtzyklen und eine verminderte Anzahl von Scheibenwechseln gesteigert.

Die auf das CBN-Korn bei jedem Schleifkontakt einwirkenden Mikro-Schläge beeinflussen zu einem wesentlichen Teil den Kornausbruch, wirken bei metallischen Stahl-Trägerkörpern sehr hart und führen zu einem erhöhten Kornverschleiß. Composite-Trägerkörper absorbieren diese Mikro-Schläge extrem gut und tragen so zu einem wesentlich gutmütigeren und gänzlich veränderten Bruchverhalten des CBN-Kornes bei.

Auch die Gewichtsvorteile, im Vergleich zu Stahl bis zu 90%, machen sich in der stark reduzierten Maschinenbelastung beziehungsweise der Maschinendynamik bemerkbar, wie es gerade beim Unrundschleifen mit hoher Achsgeschwindigkeit, beim Schleifen von Kurbelwellen- und Nockenwellen beispielsweise der Fall ist (Bild 2). So konnte die Rundheit eines Kurbelwellen-Hublagers aufgrund einer oszillierenden Masse von 12 kg gegenüber 120 kg prozesssicherer und qualitativ deutlich verbessert werden. Hilfreich war bei dieser Prozessoptimierung wiederum das stark erhöhte Dämpfungsvermögen des Carbon-Trägerkörpers.

Die Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit führt zu Outputsteigerungen über die Erhöhung von axialen und radialen Zustellwerten. Wenn jedes Korn häufiger oder doppelt so häufig zum Schneiden kommt, kann es auch doppelt so häufig Späne erzeugen. In vielen Versuchen und Anwendungen hat sich erwiesen, dass die Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit nahezu proportional (1:1) in Produktivitäts- und Outputsteigerung eingeht.

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