Greifen CFK-Greifer soll Flugzeugmontage im Robotertakt ermöglichen
Auf der Branchenmesse Composites Europe 2011 in Stuttgart stellte die Projektgruppe „Fügen und Montieren“ des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung einen Greifer vor, der geometrisch verschiedene Flugzeugteile aufnehmen kann, zum Beispiel schalenförmige Teile mit verschiedenen Krümmungen.
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Auf diese geometrisch unterschiedlichen Bauteile soll sich der Greifer einstellen können. Nach Angaben der Projektgruppe, die im Großforschungszentrum CFK Nord Stade arbeitet, wird das über beweglich angeordnete Saugnäpfe erreicht, die auf robusten Gelenken sitzen. Basis dafür ist eine CFK-Rahmenstruktur. Wegen des niedrigen Gewichts ohne Stabilitätseinbußen im Vergleich zu Metall können Roboter den Greifer und die damit aufgenommenen Teile genau positionieren.
Bauteilhandhabung im Flugzeugbau bleibt eine Herausforderung
Trotz des einfach erscheinenden Greifprinzips bleibt die Bauteilhandhabung im Flugzeugbau eine Herausforderung. So können die Maße der großen schalenförmigen Rumpfteile bis zu mehreren Millimetern vom jeweiligen Sollwert abweichen, wenn sie verbaut werden. Bisher werden diese Teile manuell mit hohem zeitlichen Aufwand in den Flugzeugrumpf eingepasst, teilweise minimal gestaucht oder leicht gebogen, um am Ende eine 0,2-mm-Toleranz einzuhalten. In Zukunft sollen Roboter und Greifer das ganz allein erledigen.
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