J. Schmalz CFK-Textil-Vakuumgreifer als elektrische Variante

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Der Greiferspezialist J. Schmalz, Glatten, hat die Greiferbaureihe für CFK-Textilien erweitert und eine 3D-Aufspannlösung für ausgehärtete Faserverbundbauteile konzipiert. Beide Entwicklungen zählen Mitte März auf der Composite-Messe JEC Europe 2013 in Paris zu den Highlights des Ausstellers.

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CFK-Textil-Greifer mit elektrisch betriebener, integrierter Vakuumerzeugung.
CFK-Textil-Greifer mit elektrisch betriebener, integrierter Vakuumerzeugung.
(Bild: Schmalz)

Der Composite-Greiferbaureihe SCG von Schmalz ist eine anschlussfertige, kompakte Greifeinheit mit integrierter Vakuumerzeugung. Sie wurde speziell für die automatisierte Handhabung von Carbonfaser- und Glasfasertextilien konzipiert. Im Fokus standen dabei die Saugfläche des Greifers und der hohe Volumenstrom.

Beides ermöglicht einen schnellen Vakuumaufbau, um sehr kurze Handhabungszyklen zu erreichen. Dabei verhindern die Spezialgreifer der Baureihe, dass der Faserverlauf beeinflusst oder gar beschädigt wird, beispielsweise bei der Entnahme von Zuschnitten aus dem Cutter, beim Vereinzeln oder beim Stapeln der Lagen.

Elektrische Version als Vorserienprodukt

Waren die Spezialgreifer bislang nur mit pneumatischer Vakuumerzeugung ausgerüstet, zeigt Schmalz auf der JEC Europe 2013 erstmals eine elektrische Version als Vorserienprodukt. Die Vorteile: Es entstehen keine Kosten für Druckluft, Ventile und aufwändige Verschlauchung entfallen. Zudem lässt sich die Leistung des integrierten Gebläses stufenlos regeln und so laut Aussteller optimal an verschiedene Prozessschritte und Werkstückparameter anpassen.

Das 3D-Aufspannsystem wird im Rahmen einer Produktstudie auf der JEC Europe 2013 präsentiert. Es soll gezeigt werden, wie sich ausgehärtete Bauteile mit komplexer, dreidimensionaler Geometrie für die CNC-gesteuerte Nachbearbeitung optimal halten lassen.

Kleinste Losgrößen können mit sehr wenig Rüstaufwand realisiert werden

Das Vakuumspannsystem wird von der Software des Bearbeitungszentrums angesteuert und ist so flexibel, dass kleinste Losgrößen mit sehr wenig Rüstaufwand realisiert werden können – und das absolut prozesssicher, so der Aussteller: Schäden, die durch Verziehen des Bauteils oder durch Verrutschen beim Schleifen, Fräsen oder Bohren auftreten können, seien ausgeschlossen.

Auch für den manuellen Rüstvorgang hat Schmalz eine Lösung: Spannelemente, die das CFK-Bauteil halten, werden in Abhängigkeit von der Bauteilabmessung und -geometrie auf einer Edelstahlplatte positioniert.

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