Führungsklischees bestätigt!

Chefinnen kommunizieren, Chefs sind autoritär

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Klischees beeinflussen häufig die Kandidatenauswahl

„Klischees über Rollenbilder am Arbeitsplatz sind weit verbreitet - auch bei den Personalentscheidern“, sagt Thomas Bockholdt, Managing Partner der Personalberatung Intersearch Executive Consultants. „Insbesondere, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen geht, wird den vermeintlich weiblichen und männlichen Eigenschaften große Bedeutung beigemessen - zumindest unbewusst oder versteckt hinter vorgeschobenen Gründen.“

Vor allem bei älteren Führungskräften herrschen noch immer erlernte Differenzen in der Sichtweise vor: „Männer planen ihre Karriere mehrheitlich zielgenauer, weshalb sie machtbewusster wirken. Auch in Gehaltsverhandlungen sind sie es gewohnt, selbstbewusst aufzutreten“, sagt Bockholt. Weibliche Führungskräfte scheuen laut dem Experten außerdem häufig davor zurück, sich selbst als durchsetzungsstark oder selbstbewusst zu präsentieren, weil sie befürchten, dass ihnen „übertriebenes Männergehabe“ vorgeworfen wird. „Genauso halten es einige männliche Führungskräfte für ein Zeichen von Schwäche, wenn sie Einwände zulassen - was Unsinn ist und eher zu Fehlentscheidungen führt.“ Sowohl die Personalverantwortlichen als auch die Manager selbst sollten also weiter daran arbeiten, sich von alten Rollenbildern zu lösen.

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