China Market Insider
Streit um Rekordurteil im chinesischen Maschinenbau

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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Ein Ex-Mitarbeiter des CNC-Herstellers Beijing Jingdiao entwendete Zeichnungen und nutzte sie bei einem Konkurrenten. Das Oberste Volksgericht sprach Jingdiao 382 Millionen Yuan Schadensersatz zu.

In unserem China Market Insider versorgen wir Sie regelmäßig mit relevanten Informationen direkt aus China.(Bild:  © Eisenhans - stock.adobe.com)
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Ein Rekordurteil zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sorgt in Chinas CNC-Werkzeugmaschinenbranche weiterhin für Diskussionen. Zu 382 Millionen Yuan (rund 47,8 Millionen Euro) Schadensersatz hatte das Oberste Volksgericht in Peking die Firma Shenzhen Create Century verurteilt, nachdem ein Mitarbeiter für einen besonders dreisten IP-Klau zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war.

Der Fall und das Urteil bewegen weiterhin die Gemüter. Am 30. September veröffentlichte die Wirtschaftszeitung „Shidai Zhoubao“ einen ausführlichen Bericht, in dem mehrere Juristen eine Wiederaufnahme des Verfahrens befürworten. Es gebe Zweifel an der Urteilsbegründung, insbesondere dem zugrunde gelegten Umfang der geschützten Technik und der Bewertung des Schadens, heißt es.