China Market Insider
So misst China jetzt den CO2-Fußabdruck bei Produkten

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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China will eigene Standards zum Messen des „Carbon Footprints“ seiner industriellen Produkte einführen – und perspektivisch auch international mehr mitbestimmen.

Die chinesischen Anbieter breiten sich aus und können bald an der Spitze der euopäischen Windrad-Industrie stehen.(Bild:  © Eisenhans - stock.adobe.com)
Die chinesischen Anbieter breiten sich aus und können bald an der Spitze der euopäischen Windrad-Industrie stehen.
(Bild: © Eisenhans - stock.adobe.com)

Das neue „Carbon Footprint”-Managementsystem ist am 5. Juni vom chinesischen Umweltministerium in Peking veröffentlicht worden. Es zielt Aussagen chinesischer Experten zufolge einerseits auf die Förderung nachhaltiger Praktiken in der chinesischen Industrie, um das Ziel der Klimaneutralität des Landes bis 2060 erreichen zu können.

Andererseits hofft Peking, mit der Erfassung des Carbon Footprints wichtiger Güter die negativen Auswirkungen des CO2-Grenzausgleichs der EU (CBAM oder „Carbon Border Adjustment Management System“) auf die eigene Exportindustrie mindern zu können. Die EU hat angekündigt, ab 2026 eine Art Klimazoll auf ausländische Güter zu erheben, dessen Höhe sich nach deren CO2-Fußabdruck richtet.