Nur wenn China will ... China macht Griff auf kritische Rohstoffe schwieriger

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Aus Peking wird laut, dass man die Kontrollen für den Export seltener Erden verschärfen wird, wie die dpa jetzt erfahren hat ...

Weitere Exportbeschränkungen! Es gibt insgesamt 17 seltene Erden. Zu den wichtisten gehört bekanntlich Lithium (hier in seiner metallischen Form zu sehen). China verschärft leider bald den Zugang zu diesen kritischen Rohstoffen sowie zu nötiger Technik und Know-how zum Abbau ...(Bild:  Matalheart)
Weitere Exportbeschränkungen! Es gibt insgesamt 17 seltene Erden. Zu den wichtisten gehört bekanntlich Lithium (hier in seiner metallischen Form zu sehen). China verschärft leider bald den Zugang zu diesen kritischen Rohstoffen sowie zu nötiger Technik und Know-how zum Abbau ...
(Bild: Matalheart)

China weitet seine Exportkontrollen für seltene Erden aus. Demnach dürfen Technologien und Fachwissen zur Gewinnung und Verarbeitung seltener Erden künftig nur noch mit Genehmigung weitergegeben werden, wie man dazu erfährt. Das betrifft etwa das Know-how zum Abbau, zur Verarbeitung und zum Recycling dieser Art von Metallen. Auch dafür nötige Software, technische Pläne und Unterlagen für Wartung oder Reparatur fallen offensichtlich unter die neuen Regeln. Damit könnte es ausländischen Unternehmen deutlich schwerer fallen, selbst eine unabhängige Verarbeitung außerhalb Chinas aufzubauen. Auch würden erstmals auch Produkte außerhalb Chinas erfasst, die seltene Erden aus China enthielten oder mithilfe chinesischer Verfahren hergestellt wurden. Unternehmen also, die solche Waren in andere Länder exportierten, müssten dafür nach den Plänen ab dem 1. Dezember eine Genehmigung der chinesischen Behörden beantragen.

China beschränkt fünf weitere seltene Erden und noch mehr ...

Und Exporte, die für militärische Zwecke bestimmt sind oder ans Militär gehen, sollen nach Regierungsangaben grundsätzlich verboten werden. Daneben gibt es neue Exportkontrollen für fünf weitere Typen von seltenen Erden, womit sich die Einschränkungen auf 12 davon erweitern (17 seltene Erden gibt es insgesamt). Aber auch für bestimmte Batteriematerialien und Grafitprodukte wurden neue Beschränkungen angekündigt, die am 8. November in Kraft treten sollen. Kenner glauben, dass diese Schritte mit den wachsenden Spannungen zwischen den USA und China zu erklären sind. China weitet seine Exportkontrollen für seltene Erden aus. In zwei separaten Mitteilungen kündigte das Handelsministerium neue Beschränkungen im Zusammenhang mit den strategisch wichtigen Metallen an. Denn die Ankündigung kommt nicht zuletzt kurz vor einem erwarteten Treffen zwischen Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump am Rande des anstehenden APEC-Gipfels in Südkorea.

Wenn zwei sich streiten, trifft`s auch mal den dritten ...

Seltene Erden sind also 17 Metalle, die für viele moderne Produkte gebraucht werden – etwa für Elektromotoren aller Art. Und China ist der weltweit größte Produzent und Verarbeiter der globalen Mengen. Vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit Washington hatte Peking bereits im April den Export bestimmter seltener Erden und Magnetprodukte begrenzt. Leider werden auch deutsche Unternehmen unter dem verschärften Reglement leiden. Die Europäische Handelskammer in China warnte bereits im September wegen Pekings Exportkontrollen erneut vor weiteren Produktionsausfällen bei ihren Mitgliedsfirmen. Deutschland hat zwar selber Lagerstätten, doch der Abbau ist nicht so einfach. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) sieht etwa vor einem möglichen Lithiumabbau in der Altmark noch viele Fragen zu klären: „Es wird nicht ab morgen dort ein Lithiumabbau möglich sein.“ Es seien weitere Untersuchungen nötig. Und auch wenn das Energieunternehmen Neptune Energy im nördlichen Sachsen-Anhalt eine der größten Lithiumlagerstätten ausfindig gemacht hat (man vermutet rund 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE)), steht ein wirtschaftlicher Abbau noch in Zweifel.

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