Zurückgesteckt Chinas Wachstumsziele sind nach Jahrzehnten etwas kleiner

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Wie jetzt herausgekommen ist, hat Peking die Ziel für das wirtschaftliche Wachstum so niedrig gesteckt, wie, wie schon lange nicht mehr. Hier einige Details ...

Der nächste 5-Jahres-Plan steht in China an. Was Insider schon mal herausgehört haben, ist, dass das Riesenreich zum ersten Mal seit Langem in Sachen Wachstumsziele vorsichtiger geworden ist. Ob das viel heiße, sei dahingestellt ...(Bild:  Ch. Wong)
Der nächste 5-Jahres-Plan steht in China an. Was Insider schon mal herausgehört haben, ist, dass das Riesenreich zum ersten Mal seit Langem in Sachen Wachstumsziele vorsichtiger geworden ist. Ob das viel heiße, sei dahingestellt ...
(Bild: Ch. Wong)

China hat zum Beginn des Nationalen Volkskongresses das seit Langem niedrigste Wachstumsziel für seine Wirtschaft ausgegeben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2026 um 4,5 bis fünf Prozent wachsen. Seit 2023 hatte die kommunistische Führung das Wachstumsziel stets mit rund fünf Prozent angesetzt. Die Zahl 4,5 hört man, wie es weiter heißt, zuletzt im Jahr 1991. Ökonomen sehen in dem vorsichtig formulierten Ziel deshalb ein Signal, dass sich die Führung auf moderateres Wachstum einstellt. Die neue Untergrenze nimmt nicht zuletzt auch Druck von der chinesischen Regierung, die Konjunktur mit großen Investitionsprogrammen ankurbeln zu muss. Peking senkt damit auch die Erwartungen in global unsicheren Zeiten mit mehreren Kriegen sowie angesichts des Handelsstreits mit den USA.

China kämpft mit äußeren und inneren Problemen

Ministerpräsident Li Qiang bestätigte in seinem Bericht, dass sein Land vor zahlreichen Herausforderungen steht. Das sich wandelnde internationale Umfeld wirke sich etwa stärker aus. Gleichzeitig bleibe die globale Wirtschaftsdynamik schwach, und Multilateralismus sowie freier Handel stünden unter zunehmendem Druck. Auch im Inland sieht die Regierung Probleme. So etwa beim Übergang zu neuen Wachstumstreibern, während das Ungleichgewicht zwischen einer starken Produktion und einer schwachen Nachfrage immer deutlicher werde. Für viele Chinesen werde es auch schwieriger, Arbeit zu finden und ihr Einkommen zu steigern. Auch fühlten sich manche Lokalregierungen angesichts der Lage auf dem Immobilienmarkt, der sich weiterhin in einer Krise befindet, stark belastet. Eine grundlegende Kursänderung erkennen viele Experten jedoch nicht, wie es weiter heißt.

So wird China in den nächsten fünf Jahren agieren

Denn Chinas Wirtschaftsmodell bleibe weiterhin industrie- und exportorientiert. Auch der neue 5-Jahres-Plan, der beim Volkskongress verabschiedet werden soll, werde nach den bisher bekannten Eckpunkten nicht nur auf eine Stärkung des Konsums abzielen, sondern weiterhin die Notwendigkeit betonen, die technologische Entwicklung voranzutreiben. Künstliche Intelligenz (KI) und Roboter sollen deshalb in den kommenden Jahren Chinas Alltag und Wirtschaft weiter erobern. Und der neue Haushaltsentwurf sieht ein Defizit von rund vier Prozent der Wirtschaftsleistung vor. Damit könne die Regierung die Wirtschaft weiter stützen, ohne ein deutlich größeres Konjunkturprogramm einzuleiten. In gewisser Weise stehe China nach Ansicht von Kennern vor schwerwiegenden Herausforderungen, die den nächsten großen politischen Plan zu einer Frage von „alles oder nichts“ machen könnten.

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