Solarer Wendepunkt Neue Regeln verteuern Export chinesischer Solarzellen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Chinas Solarwirtschaft muss nun auf die Steuererleichterung für Exporte verzichten. Das passiere wegen des hohen Überangebots und harten Preiskämpfen, die Pekings Handelspartner schon länger ärgerten.

Ab heute gibt es für chinesische Solarsystemhersteller, die ihre Produkte exportieren wollen, keine Steuerleichterungen mehr. Damit sei das Preisdumping beendet. Doch es gibt auch kritische Stimmen ...(Bild:  Tongwei)
Ab heute gibt es für chinesische Solarsystemhersteller, die ihre Produkte exportieren wollen, keine Steuerleichterungen mehr. Damit sei das Preisdumping beendet. Doch es gibt auch kritische Stimmen ...
(Bild: Tongwei)

Anfang Januar hatte Peking angekündigt, dass ab dem 1. April 2026 die Rückerstattung der Mehrwertsteuer (neu Prozent) für Solarprodukte, die in den Export gehen, passé sind. Folglich trifft es Produkte, wie Solarmodule, -zellen und andere Komponenten. Begründet hat das Finanzministerium die Entscheidung damals aber nicht. Chinas Verband der Photovoltaikindustrie hatte die neue Regelung aber begrüßt. Denn man erlebte seit 2024 im Ausland einen ruinösen Wettbewerb, hieß es im Januar. Die Rückerstattung erhöhe außerdem das Risiko für die Unternehmen, im Ausland ins Visier von Antidumping- oder Antisubventionsuntersuchungen zu geraten. Die Abschaffung helfe also, auf Auslandsmärkten zu rationalen Preisen zurückzukehren.

Was sich erst mal gut anhört, könnte nach hinten losgehen

Und in Deutschland war der Druck, den billige chinesische Solarprodukte aufgebaut haben, seit Jahren spürbar. Als letzter großer europäischer Solarhersteller hatte bekanntlich das Schweizer Unternehmen Meyer Burger 2025 an den Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt Insolvenz beantragt. Als Grund für das Scheitern nannte man eben auch die Konkurrenz aus China. Die deutsche Interessenvertretung der Solarwirtschaft registriere nun bereits erste Preisveränderungen nach oben. Der Verband sieht aber auch mögliche Probleme. Denn nach Verbandsangaben sind die rund 100.000 Beschäftigten der deutschen Solarbranche vor allem in puncto Handel, Projektierung und Handwerk tätig. Höhere Einkaufskosten für chinesische Importware drücken folglich auf die Margen.

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