Neues von der Chipkrise China zeigt mit dem Finger auf die Niederlande

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Seit der eigentlich chinesisch kontrollierte Chiphersteller Nexperia in niederländischer Hand ist, droht ein Versorgungsengpass mit Halbleitersystemen. Für China ist der Schuldige klar ...

Im Fall der Chipkrise, ausgelöst durch die Kontrollübernahme von Nexperia durch die niederländische Regierung, entwickeln sich folgende Wirkungen und Maßnahmen ...(Bild:  Nexperia)
Im Fall der Chipkrise, ausgelöst durch die Kontrollübernahme von Nexperia durch die niederländische Regierung, entwickeln sich folgende Wirkungen und Maßnahmen ...
(Bild: Nexperia)

Im Fall der Lieferprobleme beim niederländischen Chiphersteller Nexperia gibt China der Regierung in Den Haag die Schuld. Es heißt dazu aus Peking, dass die unzulässige Intervention der niederländischen Regierung in interne Unternehmensangelegenheiten zum derzeitigen Chaos in puncto globale Produktions- und Lieferketten geführt hat. China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten wie Chips für die Autoindustrie. Erst vor Kurzem war im Übrigen bekanntgeworden, dass die Lieferprobleme bei Nexperia – und damit die negativen Folgen vor allem für die deutsche Autoindustrie – zunehmen könnten. Nach Informationen der dpa setzte Nexperia daraufhin auch die Lieferung von Vorprodukten, sogenannten Wafern, die für Computer-Chips unbedingt benötigt werden, an sein chinesisches Montagewerk aus, was auch immer noch der Fall ist. Das Unternehmen bestätigte dabei auch, dass Nexperia-Kunden über den Schritt informiert worden sind. Weitere Angaben wollte man nicht machen. Immerhin habe Nexperia genug Chips auf Lager, um Aufträge bis Ende des Jahres bedienen zu können. Vielleicht helfen auch die neuesten Ergebnisse der Gespräche zwischen Donald Trump und Xi Jinping, die für ein Jahr Entspannung sorgen sollen.

Gibt es jetzt Hoffnung für die deutschen Autohersteller?

Im Streit um die Lieferprobleme mit Chips hoffen nun die Bundesregierung und die Industrie aufgrund von neueren Aussagen aus China auf einen Ausweg aus der Krise – glaubt man jedenfalls. Denn die Regierung in Peking habe die Ausfuhr dringend benötigter Halbleiter in Aussicht gestellt. Als Reaktion teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin auf Anfrage mit, dass die jüngsten Meldungen aus China positive erste Signale der Entspannung sind. Denn Chinas Handelsministerium lasse wissen, dass alle, die Probleme haben, sich im Ministerium melden sollten, damit von dort aus die Versorgung gegebenenfalls eingeleitet werden kann, nachdem man die Fälle beurteilt habe. Die Bundesregierung beobachte die Lage derzeit auch sehr genau. Man nehme die Situation der betroffenen Unternehmen sehr ernst und sei zum Sachverhalt mit den Unternehmen sowie den niederländischen und europäischen Partnern in verschiedenen Formaten im Gespräch. Eine abschließende Bewertung sei derzeit aber nicht möglich. Ob das alles den Firmen nun mehr Sicherheit gibt, bleibt abzuwarten, merken Experten an. Denn viele Fragen ließ die Behörde nämlich offen. Und Peking machte keine detaillierten Angaben, ob sich nur chinesische Firmen beim Handelsministerium melden sollen oder auch ausländische. Auch wisse keiner, welche Voraussetzungen gelten müssten, damit die Behörde den Export von Chips prüfe und letztendlich auch genehmige.

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