Q3-Verteuerei Für seltene Erden muss jetzt deutlich mehr berappt werden

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Chinas Exportbeschränkungen haben seltene Erden auf dem Weltmarkt im dritten Quartal vom Preis her weiter stark ansteigen lassen, so die dpa.

Seltene Erden gibt es 17 Stück im Periodensystem. Leider hat China auf den Großteil allein den Zugriff. Deshalb gibt es etwa Streit zwischen den Asiaten und den USA. Die Probleme haben nun auch dazu beigetragen, dass sich die Verteuerung der Rohstoffe im dritten Quartal fortsetzte ...(Bild:  Erzfreund)
Seltene Erden gibt es 17 Stück im Periodensystem. Leider hat China auf den Großteil allein den Zugriff. Deshalb gibt es etwa Streit zwischen den Asiaten und den USA. Die Probleme haben nun auch dazu beigetragen, dass sich die Verteuerung der Rohstoffe im dritten Quartal fortsetzte ...
(Bild: Erzfreund)

Wie langsam bekannt sein dürfte, handelt sich bei den seltenen Erden um 17 Metalle, die als kritische Rohstoffe gelten. Industriezweige von Auto bis Rüstung kommen nicht ohne aus. Die Dollarpreise sind im Vergleich zum zweiten Quartal aber um 8,2 Prozent gestiegen. Das hat die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in der neuen Ausgabe ihres monatlichen Rohstoffpreisindex berechnet. So setzte sich die Entwicklung der Vormonate fort! Denn bereits im zweiten Quartal hatten sich die Preise der seltenen Erden laut vbw um 8,9 Prozent erhöht. „Wir müssen dringend unsere Abhängigkeiten, insbesondere von China, reduzieren“, mahnt deshalb der vbw-Hauptgeschäftsführer, Bertram Brossardt. Zwar hat die chinesische Führung die Exportkontrollen nach dem Treffen von Staatschef Xi Jinping mit US-Präsident Donald Trump nun ausgesetzt, doch eine Einigung im Handelskonflikt gibt es deshalb nicht.

So schnell werden wir nicht von China unabhängig werden

Erheblich teurer geworden sind laut vbw-Rohstoff-Preisindex im dritten Quartal aber nicht nur seltene Erden. Denn 12,6 Prozent mehr kosten nun auch die Edelmetalle Gold, Silber und Platin. „Das offenbart die aktuelle Unsicherheit“, glaubt Brossardt. Denn Investoren suchten jetzt vermehrt sicherer scheinende Anlagen, wie eben Gold – eine typische Entwicklung. Die Pekinger Führung hatte im Frühjahr zunächst Exportkontrollen für sieben seltene Erden als Revanche für die von Trump angedrohten Strafzölle verhängt. Im Oktober wurde verschärft. In der Volksrepublik werden nach unterschiedlichen Schätzungen nahezu zwei Drittel der weltweit benötigten seltenen Erden abgebaut und davon 90 Prozent für die Industrie aufgearbeitet. Weil die Metalle auch für die westliche Rüstungsindustrie von Bedeutung sind, wollen sowohl die USA als auch die EU ihre Abhängigkeit von China reduzieren. Allerdings glauben viele Fachleute, dass das Jahre dauern kann.

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