Es bleibt spannend! Chinesischer Konzern will Volocopter kaufen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der chinesische Konzern Wanfeng hat verkündet, den insolventen Flugtaxihersteller Volocopter für zehn Millionen Euro zu kaufen, meldet die dpa.

Für einige Mitarbeiter der Volocopter-Belegschaft könnte die Rettung kommen! Denn der chinesischen Konzern Wanfeng hat seine Kaufabsicht mit Blick auf den insolventen Flugtaxihersteller bekundet ...(Bild:  Volocopter)
Für einige Mitarbeiter der Volocopter-Belegschaft könnte die Rettung kommen! Denn der chinesischen Konzern Wanfeng hat seine Kaufabsicht mit Blick auf den insolventen Flugtaxihersteller bekundet ...
(Bild: Volocopter)

Wie aus einer Börsenmitteilung von Wanfeng vor Abschluss des Vertrages hervorgeht, beabsichtigt man Volocopter zu erwerben. Doch Volocopter äußerte sich dazu bisher nicht. Abgewickelt wird das Geschäft der Mitteilung zufolge über eine eigens gegründete Tochtergesellschaft aus Berlin, die dem österreichischen Flugzeughersteller Diamond Aircraft zugeordnet ist. Dieser gehört aber zu 100 Prozent Wanfeng. Volocopter hatte bereits am zweiten Weihnachtstag einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Karlsruhe bestellte Tobias Wahl von Anchor Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er wollte bis Ende Februar ein Sanierungskonzept entwickeln und mit Investoren umsetzen. Rund 450 Mitarbeiter sind bisher freigestellt. Laut Wirtschaftswoche sollen etwa 160 davon weiterbeschäftigt werden. Somit geht es den Bruchsalern nicht anders als Lilium. Lilium und Volocopter hatten zuvor immer wieder finanzielle Unterstützung gesucht. Staatliche Hilfe blieb aber aus. Volocopter bekam im vergangenen Jahr am Ende immerhin Geld von Investoren, das aber nicht für eine Rettung reichte.

Flugtaxis wird kein Pauschalurteil zur Klimaschonung erteilt

Eigentlich hatte Volocopter während der Olympischen Spiele in Paris bereits Personen fliegen wollen. Doch weil die Erlaubnis zum kommerziellen Passagierbetrieb fehlt, blieb es bei Show-Flügen – unter anderem in der Nähe von Schloss Versailles. Die Erlaubnis, Piloten auszubilden, hat Volocopter hingegen erhalten. Regelmäßige Flüge in Deutschland seien aber nie wirklich ein Thema gewesen, weil die Städte hierzulande den Angaben nach nicht so groß und dicht besiedelt sind, wie Rom oder Osaka. Auch hätten Letztere autarke Nahverkehrsnetze. Stattdessen hatten Volocopter und die ADAC-Luftrettung eine Zusammenarbeit gestartet, um etwa den Einsatz für Rettungszwecke zu erproben. Obwohl als nachhaltig und leise beworben, sind die modernen Fluggeräte nicht ganz unumstritten. Denn eine Analyse von 11 Untersuchungen des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ergab, dass sich Reisezeiten kaum verkürzen, während die Kosten und im Vergleich zu E-Autos auch die CO2-Emissionen anstiegen. Nützlich könne die urbane Luftmobilität vor allem bei Notfalleinsätzen sein, sowie für die Verkehrsanbindung entlegener Regionen.

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