Nächste Eskalationsstufe Chinesische Unternehmen dürfen keine Nvidia-Chips mehr kaufen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Chip-Clinch zwischen China und den USA wird intensiver. Weil Nvidia-Chips nicht sicher seien, verbietet Peking den Kauf derselben ...

Der KI-Hightech-Chip RTX Pro 6000D von Nvidia aus den USA ist den chinesischen Behörden verdächtig. Deshalb verbietet man den einheimischen Unternehmen nun den Kauf dieser Chips. Nvidia kann also machen, was es will – entweder ärgert es die US-Regierung oder Peking ...(Bild:  Nvidia)
Der KI-Hightech-Chip RTX Pro 6000D von Nvidia aus den USA ist den chinesischen Behörden verdächtig. Deshalb verbietet man den einheimischen Unternehmen nun den Kauf dieser Chips. Nvidia kann also machen, was es will – entweder ärgert es die US-Regierung oder Peking ...
(Bild: Nvidia)

Der Streit um Hightech-Chips zwischen China und den USA spitzt sich laut einem Pressebericht weiter zu. Und Chinas Cybersicherheitsbehörde CAC habe im Zuge dessen die größten Technologiekonzerne des Landes angewiesen, Käufe bestimmter Chips für künstliche Intelligenz beim US-Chipriesen Nvidia zu unterlassen. Das geht jedenfalls aus einem Bericht der Financial Times hervor (unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen). Bereits bestehende Bestellungen sollten die chinesischen Unternehmen lieber stornieren. Unter den davon Betroffenen befänden sich die Tiktok-Mutter Bytedance und der Internetkonzern Alibaba. Konkret geht es um Chips mit dem Modellnamen RTX Pro 6000D. Denn diese Halbleiter enthalten laut dem US-Unternehmen auch Technik der fortschrittlichen Blackwell-Modellreihe, was den Chinesen Kopfzerbrechen macht. Peking strenge wohl auch ein Untersuchung an, weil Nvidia gegen ein Anti-Monopol-Gesetz aufgrund der schon länger erfolgten Übernahme eines Unternehmens verstoßen habe. Die Beteiligten äußerten sich bisher nicht zu diesen Entwicklungen.

Nvidia zwischen Washington und Peking eingequetscht

Die Zwickmühle: Nvidia würde aber gerne Chips der Blackwell-Reihe nach China exportieren! Der Konzern hatte laut des US-Magazins deshalb extra den betreffenden Chip entworfen, um bestehende Ausfuhrbeschränkungen zu umgehen. Dem Bericht zufolge war es das letzte Produkt, das der US-Konzern in China in nennenswerten Stückzahlen verkaufen durfte. Washington stemmt sich aber bekanntlich aus Sicherheitsgründen schon länger gegen die Lieferung von Hightech-Chips aus den USA in die Volksrepublik. Und die Regierung um US-Präsident Donald Trump hatte nach langem Zögern erst jüngst den Widerstand gegen den Verkauf von weniger leistungsfähigen sogenannten H20-Chips von Nvidia nach China aufgegeben (aber auch nur gegen eine Beteiligung an den Erlösen). Auch die H20-Chips hatte Nvidia extra für den chinesischen Markt konzipiert, wie es heißt. Der Verkauf in die Volksrepublik stocke aber, weil Peking seinerseits Sicherheitsbedenken habe. Der Nvidia-Aktie fielen daraufhin leicht.

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