Weiter warten! Chiphersteller Wolfspeed verschiebt Bau von Chipfabrik im Saarland

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das US-Unternehmen Wolfspeed bekennt sich weiter zu Ensdorf. Dort soll eine, wie betont wird, neue große Chipfabrik errichtet werden. Doch das wird noch dauern ...

Wann solche Siliziumkarbid-Wafer respektive Chips von Wolfspeed in Ensdorf im Saarland quasi vom Band laufen werden, ist momentan noch unbeantwortbarer als zuvor. Denn der US-Chiphersteller verschiebt den Bau seiner Riesenfabrik auf unbestimmte Zeit.(Bild:  Wolfspeed / H. Ainsworth)
Wann solche Siliziumkarbid-Wafer respektive Chips von Wolfspeed in Ensdorf im Saarland quasi vom Band laufen werden, ist momentan noch unbeantwortbarer als zuvor. Denn der US-Chiphersteller verschiebt den Bau seiner Riesenfabrik auf unbestimmte Zeit.
(Bild: Wolfspeed / H. Ainsworth)

Wenn vor allem die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wieder deutlich anzieht, plant Wolfspeed aus Durham (North Carolina) eine Expansion in Europa, wie es heißt. Und der Standort Ensdorf bleib demnach der bevorzugte Standort für diesen Schritt. Die Amerikaner hatte Anfang 2023 Pläne für den Bau einer großen Fabrik für Halbleiter aus Siliziumkarbid auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks vorgestellt. Die Investitionen wurden auf rund 2,7 Milliarden Euro beziffert. Halbleiter aus Siliziumkarbid gelten als Schlüssel für die weitere Entwicklung der Elektromobilität und des autonomen Fahrens, denn mit diesen Komponenten können E-Autos schneller laden und weiter fahren.

Ein echter Rückschlag für das Saarland

Dennoch teilte Wolfspeed jetzt mit, das man die Produktion an den US-Standorten verbessern konnte und angesichts einer derzeit prognostizierten, langsameren Entwicklung des Elektrofahrzeugmarktes in der Lage ist, die Nachfrage der Kunden von dort aus zu erfüllen. Die Folge ist, dass die Pläne für den Bau der nächsten Fabrik in Ensdorf auf Eis gelegt werden sollen, und zwar auf unbestimmte Zeit. Der Chiphersteller befinde sich derzeit in aktiven Gesprächen mit der deutschen Bundesregierung, der saarländischen Landesregierung und ZF über die Auswirkungen dieser Verzögerung. Der Automobilhersteller ZF wollte sich immerhin mit rund 170 Millionen Euro an der Fabrik beteiligen. Die Saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger bezeichnete die Entscheidung als Rückschlag für das Bundesland und dessen struktureller Entwicklung.

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